Digitalpiano-Designstudie Elodie


Zukunftsmusik

Die Schweizer Indus­triedesigner Karin Heinrich und Daniel Schär möchten das Klavier neu erfinden. Als Diplom-Projekt entwickelten sie „Elodie“ – ein Digitalpiano mit mobilen Resonanzböden. Ein Denkmodell mit Zukunft?


Die Vorteile eines akustischen Klaviers und eines Digitalpianos kombinieren – wer wünscht sich das nicht? Die beiden Schweizer Industrie­designer Karin Heinrich und Daniel Schär ließen den Wünschen Taten folgen und entwickelten im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Aarau das nach eigenen Angaben erste vibra-akustische Digitalpiano mit mobilen Resonanzböden, das sie Elodie tauften. „Das akustische Erlebnis sollte ins Zentrum rücken“, verrät die gelernte Klavierbauerin Karin Heinrich im Gespräch. „Das Digitalpiano hat den Nachteil, dass sich der Klang nicht wie bei einem akustischen Instrument mit Resonanzboden entfaltet“, erklärt sie weiter. „Hier war unser Angriffspunkt.“


Unterstützt werden die beiden Designer vom Ton­techniker Hanspeter Gutjahr, der auch gleich die entscheidende technische Idee einbringt: Magnet­vibratoren (Soliddrive TM). Diese Transducer über­tra­gen den Schall ohne Membran auf Flächen und sind bislang hauptsächlich bei Schaufenstern im Ein­satz. Dennoch ist es für die Schweizer gleich nahe liegend, die Technik in Kombination mit Reso­nanz­böden, wie sie ein akustisches Klavier hat, zu kombi­nieren.


(Mehr lesen Sie in Ausgabe 2/10)

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