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Sie kommen aus einem kleinen Tal in Südtirol und singen dreistimmig auf Ladinisch. Brauchtumspflege? Keineswegs, sondern hörenswerte Popmusik mit schillernden Akzenten. In München haben Ganes ihre erste CD vorgestellt.
Lieder, gesungen in obskuren Sprachen, hört man sonst nur beim Eurovision Song Contest. Dort allerdings oft mit zweifelhaftem musikalischen Unterbau. Ganz anders bei der Formation „Ganes“, die mit ihrer ersten CD am Start ist: Drei junge Frauen aus dem Gadertal (Val Badia) in Südtirol, flankiert von einer versierten Band, setzen einen schillernden Akzent in der oft allzu uniformen Welt der Popmusik. Die beiden Schwestern Elisabeth und Marlene Schuen, verstärkt durch Cousine Maria Moling, singen auf Ladinisch. Diese rätoromanische Sprache wird unter anderem in Teilen der Region Trentino-Südtirol gesprochen. Die Statistiker zählen rund 30.000 ladinische Muttersprachler.
Ladinisch versteht hierzulande kein Mensch, was aber egal ist, weil die Sprache puren Wohlklang verströmt, wenn sie in eine Melodie gegossen wird. „Ladinisch ist die Sprache, in der wir denken und träumen, in der wir unsere Gefühle am besten beschreiben können“, so lautet das Credo der drei Südtirolerinnen, die heute abend der Vorstellung ihrer ersten CD entgegen sehen. Ort des Geschehens: der Nightclub in der Münchner Nobelherberge „Bayerischer Hof“, wo sich Newcomer und Weltstars, häufig aus der Jazzszene, die Klinke in die Hand geben. Morgen wird Funk-Legende und Zappa-Keyboarder George Duke auf der gleichen Bühne spielen.
(Lesen Sie weiter in der Ausgabe 4/10)
Die Themen: Keytars: Die Rückkehr der Umhängekeyboards | Ganes: Pop auf Ladinisch | Recht: Rechtsfragen bei der CD-Produktion (1)
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