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Der studierte Musiker Heinz Hox war Musical-Dirigent und Leader der Heino-Band, bei Udo Jürgens spielte er Keyboards. Heute hat er sozusagen die Lufthoheit in Sachen Akkordeon: Wann immer ein Profi für fast jeden Musikstil gebraucht wird, ist er zur Stelle. Mehr über sein Musikerleben verrät er im tastenwelt-Interview mit Karl Stechl.
Herr Hox, Ihre Homepage verrät uns, dass Sie Musik studiert haben – welche Instrumente beziehungsweise Fächer?
Ich habe in Duisburg und Dortmund Akkordeon studiert, dazu Klarinette im Nebenfach. Zudem habe ich Jazz in Hilversum studiert und ein wenig Dirigieren in Maastricht.
Das Dirigieren leitet über zu Ihren Aktivitäten als musikalischer Direktor bei Musical-Produktionen wie „Starlight Express“. Wie kam es dazu?
Also, das hat sich so ergeben, nachdem ich zehn Jahre lang viele Galas und ähnliche Gigs gespielt hatte. Ein Musikerkollege fing bei „Starlight Express“ als musikalischer Leiter an. Der hat mich dann als Assistenten mit ins Boot geholt, ich bin dabei geblieben und später musikalischer Direktor geworden. Die ersten zwei Jahre war ich bei „Starlight Express“ dabei.
Ergaben sich Folgejobs durch Mundpropaganda?
Ja, wenn man so etwas mal gemacht wird, wird man weiter gereicht.
Haben Sie dort auch selbst Keyboards gespielt?
Bei Starlight habe ich dirigiert – es gab ein Orchester mit drei Keyboardern. Bei „Josef“ in Essen habe ich sowohl Keyboard 1 gespielt als auch dirigiert.
Sie haben unter anderem auch mit Udo Jürgens, Caterina Valente und Heino gearbeitet. In welcher Funktion?
Mit Caterina Valente, um damit anzufangen, im Rahmen einer Tournee mit verschiedenen Konzerten Ende der 80er Jahre. Mit Udo Jürgens habe 1992 eine Tournee mit über 80 Konzerten gemacht, als Keyboarder in der Pepe-Lienhard-Band.
Und Heino?
Mit Heino bin ich drei Jahre, von 2004 bis 2007, unterwegs gewesen, als ich seine Band geleitet habe. Diese bestand aus neun Leuten inklusive Bläsern.
Da sind Sie wohl viel herumgekommen?
Ja, richtig. Wir haben ein bis zwei Tourneen mit jeweils 25 bis 30 Konzerten pro Jahr gemacht, darunter auch Auftritte im Ausland, zum Beispiel in Kapstadt und Hawai.
Wie kamen die Kontakte zu diesen Künstlern zustande?
Auch hier wie üblich, durch Musikerkollegen. Bei Heino kannte ich den damaligen musikalischen Leiter, der irgendwie über Nacht flüchten musste.
Flüchten?
Vor dem Finanzamt, glaube ich. Auf jeden Fall war er von heute auf morgen weg. Und ich hatte gerade schon eine Tournee gespielt und wurde dann gefragt, ob ich das dann übernehmen wolle.
War die Heino-Band für Sie eine musikalische Herausforderung?
Also insofern, als wir dieses sehr volkstümlich-deutsche Programm ein bisschen in die heutige Zeit transformieren wollten, was uns auch gelungen ist. Wir hatten eine sehr gute Band, überwiegend aus Kölner Studiomusikern, und die haben Heinos Auftritte ganz schön aufgemischt.
Wie kamen Sie zum Akkordeon?
Ich habe wie viele andere auch, etwa wie Paul Kuhn, mit Akkordeon angefangen. Es gab ja früher auch keine Keyboards oder so etwas, das darf man nicht vergessen.
(Das komplette Interview lesen Sie in der Ausgabe 5/10)
Rubrik "Tasten": Ketron Audya 5 | Korg MP10Pro | Clavia Nord Piano 88 | Yamaha CP5 | HDSmusic Sound.Power | Roland AX-Synth & AX-09 | Hohner Atlantic IV 120 | Interview: Heinz Hox | Workshop: V-Accordion (1) | Workshop: Pop-Piano Spieltechnik üben mit Etüden (2) | Workshop: Harmonielehre (1) | Workshop: Keyboard-Tipps - Neues zum Ketron Audya
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