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Welche Eigenschaften zeichnen gutes Zubehör für Musiker aus?
Das ist eine Frage, die man mit 100 Argumenten beantworten kann. Ein ganz wichtiger Punkt ist aber zum Beispiel die Mobilität. Musiker sind ja zwangsläufig viel unterwegs. Stative, die sich schnell auf und abbauen lassen, eine zusammengelegt handliche Größe, das Gewicht und eine lange Lebensdauer sind hier wichtige Kriterien. Typische Beispiele hierfür sind unter anderem unsere Keyboardständerserie „Spider“ oder der neue Keyboardtisch 18810 von König & Meyer.
Wie sieht es mit anderen klassischen Tugenden aus?
Qualität und Stabilität sind für uns ein Muss. Ein König & Meyer-Stativ muss einiges aushalten können, und das Instrument muss vom Ständer sicher aufgenommen werden. Auch der Aufbau des Stativs darf nicht zu kompliziert sein oder gar ein Verletzungsrisiko bergen.
Woher wissen Sie, welches Zubehör fehlt oder was verbessert werden muss?
Viele Anregungen kommen direkt vom Markt, von den Anwendern, also den Musikern oder von unseren Endorsern. Zum anderen sind viele unserer Verkäufer und Techniker selbst auch Musiker, die ihre Erfahrungen einbringen. Auch ich war sehr lange Zeit mit Bands unterwegs und weiß, wo der Schuh drückt. Ich habe selbst erfahren, wie nervig es ist, wenn man um zwei Uhr nachts schnell abbauen will und nicht sofort weiß, wie ein Teil zusammengelegt werden muss.
Wie gehen Sie bei der Entwicklung vor?
Die Ideen werden an die Konstruktionsabteilung herangetragen. Dort erstellen wir dann ein Lastenheft, in dem wir sehr genau festhalten, was von einem guten Produkt erwartet wird und welche Kriterien es erfüllen muss. Anhand des Lastenhefts nehmen wir erneut Kontakt mit denjenigen auf, die die Idee eingebracht haben. Auf diesem Weg klären wir weitere fehlende Details zu einem Problem und seiner möglichen Lösung.
Und der eigentliche Konstruktionsprozess?
Der beginnt im Anschluss. Es werden dann Prototypen gebaut, die getestet werden, um zu klären, wie die Kriterien erfüllt wurden. Wenn das interne Feedback gut ist, werden die Muster unter anderem bei diversen Handelspartnern vorgestellt. Wir haben zu den Fachhändlern oft ein sehr gutes Verhältnis, und man kann meist offen besprechen, wie ein Produkt ankommt. Durch all diese einzelnen Bausteine kann man sich eine gute Meinung über die Erwartungen und Wünsche der Anwender bilden.
Geben Sie neue Produkte vor der Serienfertigung auch an Musiker zum Testen heraus?
Selbstverständlich, aber das geht nur in einem bestimmten Rahmen, wenn Patente oder andere Schutzrechte dadurch nicht gefährdet werden. Ein Produkt muss in einigen Fällen also bereits geschützt sein, wenn wir es zum Testen herausgeben.
(Das komplette Interview lesen Sie in Ausgabe 4/10)
Rubrik "Bühne": Verse Insider 10 & Sub 15 Mk II | Soundcraft Notepad 124 FX | IMG Stage Line Proton-18 | Tascam DR-08 | Yamaha Pocketrak C24 | Multiform LS 4195 Multibar ECO | Kurztests: Roland KC-110; König & Meyer 18810 Omega; TC-Helicon VoiceLive 2 Firmware-Update 1.2 | Interview: Helmut Lippert | Workshop: Werbung in eigener Sache (1) | Workshop: Entertainment mit Gitarre
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