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Was zeichnet einen guten Mix aus?
Es kommt auf zwei große Teilbereiche an – einen musikalischen und einen technischen. Das oberste Ziel, das wir auch bei HOFA-Training vermitteln wollen, ist die Musik selbst. Sie soll so gut, so deutlich und so unverfälscht wie möglich auf das Aufnahmemedium transportiert werden. Es kommt dabei aber auf den Geschmack der Band, des Komponisten, Arrangeurs oder Produzenten an – und wie sich alle Beteiligten den Klang eines Songs vorstellen. Das reicht von der naturgetreuen Abbildung des Bühnensounds bis zum genauen Gegenteil und bietet dazwischen viele verschiedene Abstufungen. Es ist auf jeden Fall wichtig, eine innere Klangvorstellung vom musikalischen Ergebnis des Mixes zu haben.
Das ist die musikalische Seite. Wie sieht es mit der technischen aus?
Die technische Seite ist konkreter. Alle musikalischen Elemente, die in einem Song vorkommen, die in dem Arrangement verwendet werden, sollen deutlich und dem Song dienlich untergebracht werden. Sie sollten so abgebildet werden, dass sie zusammen den Song als Gesamtgebilde bauen.
Worauf kommt es dabei an?
Das A und O sind gute Lautstärkeverhältnisse und eine sinnvolle Verteilung im Stereo-Panorama. Das sind zwei vermeintlich einfache Arbeitsschritte, aber das ist letztendlich schon die halbe Miete für einen guten Mix. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Ausgangssignale bereits entsprechend gut klingen.
Technische Hilfsmittel sind also verzichtbar?
Das würde ich so nicht sagen. Man kann aber allein mit drei mächtigen Werkzeugen schon einen sehr guten Mix hinbekommen: Das erste sind die Lautstärkeverhältnisse, das zweite die Signalverteilung im Stereo-Panorama und das dritte sind die mächtigen Möglichkeiten der Automation, die heute jede Software-DAW bietet. Damit können die Einstellungen der ersten beiden Werkzeuge im Verlauf eines Songs automatisiert werden.
Woher kommt diese Einstellung?
Ich erlebe oft, dass unerfahrene Schüler sofort mit EQing und Kompression anfangen, sich aber nicht um eine gesunde Lautstärkestruktur der Signale kümmern. Es ist wohl viel interessanter, mit EQs, Effekten und Kompressoren zu spielen. Aber das Grundlegende, die ausgewogenen Lautstärken, wird sehr häufig unterschätzt.
Was steckt hinter der allgegenwärtigen Forderung nach einem transparenten Mix?
Letztlich geht es darum, jedem Instrument seinen Frequenzbereich zuzuordnen und ihm seinen eigenen Platz im Mix zu geben. Hier darf sich jedes Instrument etablieren und auch austoben. Man muss aber einschränken, dass das sehr vom Arrangement eines Songs abhängt. Dieses darf nicht überladen sein mit sich doppelnden musikalischen Elementen oder sich überlappenden Registern. Wenn im Arrangement eines Songs schon Fehler sind, kann man die Folgen hinterher im Mix kaum korrigieren. Musik und Technik greifen hier sehr stark ineinander.
(us)
(Das komplette Interview lesen Sie in Ausgabe 3/10)
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