Interview: Susan Albers

Susan Albers, Musikerin und Yamaha-Vorführerin


 


Dem Erfolg auf der Spur


Wege in die professionelle Musikwelt


Susan Albers singt und begleitet sich dazu am Klavier, mal alleine, mal mit Saxofonbegleitung, mal mit ganzer Band. Jetzt ist ihr erstes Album erschienen. Im tastenwelt-Interview mit Ulrich Simon erzählt sie über den Entstehungsprozess und ihren Weg in die professionelle Musikwelt.


Seit kurzem ist Ihre erste CD „Who Am I“ erhältlich. Wie lange haben Sie darauf hingearbeitet?


Mit meinem Team aus meinen Musikern, die mich auf der Bühne unterstützen und das Album live mit aufgenommen haben, und mit meiner Managerin haben wir intensiv drei Jahre daran gearbeitet.


Warum so lange?


Aufgrund von Entwicklungsprozessen und Studio­wechsel musste die Produktion teilweise von vorne begonnen werden.


Welche Schritte waren im Einzelnen nötig?


Der eigentliche Prozess fing schon vor Jahren an, als ich mich im Songwriting ausprobiert habe. Ein Jahr lang lebte ich dann in Lon­don, wo ich einen Songwriter kennen gelernt habe: Geoff Holliss. Er hat zusammen mit mir einige der Songs auf dem Album geschrieben. Mit ihm habe ich mich seiner­zeit zusammengesetzt und an kleineren Ideen gearbeitet. Daraus sind erste Songs entstanden, die wir als grobes Demo aufgenommen haben. Als sich dann vor einigen Jahren meine Musiker gefunden und wir schon ein paar Live-Auftritte mit diesen eigenen Songs hinter uns hatten, haben wir beschlossen, ein eigenes Album daraus zu machen. Wichtig war uns dabei, das nicht am Computer, sondern mit Live-Instrumenten zu gestalten.


Sind nur eigene Songs auf dem Album?


Nein, in der Zwischenzeit sind weitere Songs dazugekommen, die von anderen Songwritern stammen, z.B. von Winston Sela aus Amerika.


Wie ging es weiter?


Als wir das grobe Gerüst stehen hatten und wussten, wer das Album aufnehmen würde, sind wir ins Studio und haben hart an der Fertigstellung gearbeitet.


Wie sind die Aufnahmen entstanden? In unzäh­ligen Einzel-Sessions oder alle zusammen?


Als beste Lösung hat sich für uns dargestellt, einzelne Gruppen von Live-Instrumenten aufzunehmen. Für jedes Lied haben wir zuerst einen Guide, einen Führungs-Track, aufgenommen, dann Schlagzeug und Bass, dann verschiedene Gitarrenspuren, dann Piano oder Synthesizer. Als das alles stand, kamen die Vocals dazu, die ich alle selbst eingesungen habe – auch den Chor. Danach folgten dann Mischen und Mastern.


Hört man auf dem Album Ihre feste Band, oder sind auch mal Studiomusiker zu hören?


Die Musiker, die mit mir die Songs aufgenommen haben, sind zum größten Teil professionelle Musiker, mit denen ich schon seit vielen Jahren zusammenarbeite. Wenn ich gelegentlich bei größeren Veranstaltungen, z.B. Open-Air-Konzerten, auftrete, sind das die Musiker, die mich live unterstützen.


Die Gesangsparts sind alle von Ihnen eingesungen. Ist noch mehr von Ihnen auf dem Album zu hören?


Ja. Nur bei zwei Songs, die in London gemischt wurden, habe ich lediglich die Gesangsparts eingesungen. Ansonsten sind auch alle Tasten­instrumente, von Wurlitzer und Rhodes bis zum Flügel, von mir eingespielt. Die Streicher sind übrigens auch live aufgenommen. Das war eine tolle Erfahrung.


Die Stilmischung der Songs auf der CD ist recht bunt. Haben Sie einen Lieblings-Stil?


Ich singe von Herzen gerne Balladen bzw. Lieder, die in irgendeiner Form ein Gänsehautgefühl hervorbringen – auch bei mir selber. Die gehen dann so richtig ins Herz. Auf der anderen Seite möchte ich mich nicht auf eine Linie festfahren, sondern ein buntes Programm an Stilrichtungen erleben. Ich habe nämlich gemerkt, dass ich auch bei Uptempo-Stücken unheimlich viel Spaß habe. Das Lied ‚I’m confused’, die Single zum Album, zu performen und die Leute abrocken zu sehen, das ist etwas anderes, als Balladen zu singen, aber es macht genauso viel Spaß. Durch diese unterschiedlichen Stile kann sich jeder mit etwas Anderem identifizieren und es wird nicht langweilig und eintönig.


Wie sieht Ihr musikalischer Karriereweg aus? Wann haben Sie angefangen, Musik zu machen?


Gesungen habe ich schon als kleines Kind. Meinen ersten größeren Auftritt hatte ich mit sechs Jahren beim örtlichen Kinderkarneval auf einer großen Bühne. Da habe ich zum ersten Mal mit einem Mikrofon in der Hand ein Lied vor Publikum gesungen. Mit acht Jahren habe ich dann mit Klavierunterricht angefangen. Mein damaliger Lehrer hat sehr schnell erkannt, dass ich auch gesanglich viel Potenzial hatte. Darum haben wir nach einer recht kurzen Phase der klassischen Ausbildung angefangen, Popsongs nachzuspielen. Und ich habe auch begonnen, Songs, die ich singen wollte, aus dem Radio oder von CD rauszuhören. Schon sehr früh habe ich mich am Piano zum Gesang begleitet und wurde von meinem Lehrer auf diesem Weg gefördert.


(Das komplette Interview lesen Sie in der Ausgabe 1/12)




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