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Die „Pleasurize Music Foundation“ hat sich zum Ziel gesetzt, den so genannten „Loudness War“ zu beenden. Die Initiative klärt auf, warum überkomprimierte Musik langweilig und frustrierend wirkt und sucht Mitstreiter für bessere Musik.
Allgemein gilt: Musik ist eine organisierte Form von Schallereignissen, die gewissen Regeln unterworfen sind: Im Allgemeinen unterscheidet man Töne unterschiedlicher Höhe, die Skalen angeordnet sind. Diese Töne erklingen einzeln (monophon) oder zusammen (polyphon), ihre Beziehung untereinander ist geordnet (Harmonik), sie sind zeitlich geordnet (Rhythmus) und können in unterschiedlicher Lautstärke (Dynamik) auftreten. Moderne Popmusik hat eine dieser Regeln außer Kraft gesetzt: Dynamik ist bei vielen aktuellen Produktionen zum Fremdwort geworden; diskutiert wird das Phänomen unter dem Stichwort „Loudness War“.
Aktuelle Musik-Produktionen werden beim Mastern meist so stark komprimiert, dass kaum noch Dynamik (Unterschiede zwischen Pegelspitzen und leisen Tönen) wahrzunehmen ist. Die Produktion klingt dadurch lauter, und die Musikindustrie erhofft sich so mehr Aufmerksamkeit. Kurzfristig geht das auch gut – man kennt das z.B. von den Werbepausen im Fernsehen. Weil aber jeder bei diesem Rennen um den lautesten Song mitmacht, ist inzwischen ein Maß erreicht, das Musikhören für viele nicht mehr zum Genuss, sondern zum Frusterlebnis werden lässt.
(Lesen Sie weiter in der Ausgabe 3/09)
Die Themen: Sebastian Padotzke | Ralf Schwarz | Susi Weiss | Ende des Lautheitswahns | Recht: Schutzfristverlängerung für Leistungsschutzrechte
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