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Musikszene



Familienband(e)


Mit seiner aktuellen Tour-Formation kehrt Hammond-Legende Brian Auger zum klassischen Orgeltrio mit Gesang zurück – mit Sohn Karma am Schlagzeug und Tochter Savannah als Sängerin. Bei seinem Konzert anlässlich der Mülheimer Night of Jazz 2006 bot sich die Gelegenheit eines Gesprächs mit dem Künstler.


Der englische Hammond-Spieler Brian Auger mischt schon Mitte der 60er Jahre Jazz mit Rock und Soul und ist damit einer der Vorreiter dessen, was später unter Begriffen wie Crossover, Fusion oder Rock-Jazz bekannt wird. Als zwei Jahrzehnte später Jazz und Dance-Musik unter dem Namen Acid Jazz abermals fusionieren, wird er gar zu einer Galionsfigur und Vorbild für viele Musiker dieser Bewegung. Ekstatisches Orgelspiel und ungebrochene Vitalität sind auch heute noch die Markenzeichen dieses außergewöhnlichen Musikers, der im Laufe seiner Karriere mit unzähligen Größen spielt und sich auch von Rückschlägen nicht beirren lässt. Im Rahmen seiner aktuellen Tournee bereist er mit seiner Band Oblivion Express im Oktober und November Europa. Er selbst lebt mittlerweile in Venice/Kalifornien. In Deutschland tritt Brian Auger immer gerne auf: „Das Publikum nimmt uns sehr warmherzig auf und ist sehr empfänglich für unsere Musik. In Mülheim hatten wir ein Festivalpublikum, dort ist der Altersdurchschnitt meist etwas höher. Wir spielen aber auch oft in Clubs vor jüngeren Leuten, die tanzen wollen. Wir erleben dadurch ein buntgemischtes Publikum.“


Die aktuelle Besetzung ist das klassische Orgeltrio mit Gesang, genau wie damals bei der ersten erfolgreichen Band, Trinity: „Mein Sohn Karma spielt Schlagzeug und meine Tochter Savannah singt. Beide haben sich im Lauf der letzten Jahre zu großartigen Musikern entwickelt. Unser Bassist heißt Doug Shreeves.“ Viele seiner Musiker werden im Lauf der Jahre von anderen Bands abgeworben: „Vor einigen Jahren ging auch unser Gitarrist, und ich fand dann einfach keinen anderen, der mir wirklich gefiel. So blieb es denn beim Trio. Interessanterweise war das dann das erste Mal, das ich wieder in der Besetzung wie damals bei Trinity spielte, als reines Orgeltrio mit weiblichem Gesang.“ Den Gesangspart steuerte damals Julie Driscoll mit ihrer ganz eigenen Mischung aus Unterkühltheit und Expressivität bei (ist als Julie Tippetts übrigens heute noch als Jazzsängerin aktiv).


(Lesen Sie weiter in der Ausgabe 1/07)



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