Reportage: 4. internationales Roland V-Accordion-Festival

Neue Horizonte


Teilnehmer aus 14 Ländern traten am 16. Oktober im Finale des vierten internationalen Roland V-Accordion Festivals in Rom an, neue Horizonte der Akkordeonmusik zu erschließen. Wir begleiteten den deutschen Teilnehmer Rudik Yakhin auf seinem Weg zum zweiten Platz.


Ein angestrengtes Lächeln, mehr ist erst einmal nicht drin, als wir Rudik Yakhin, dem deutschen Finalteilnehmer des vierten Roland V-Accordion-Festivals, hinter der Bühne des Audito­riums Parco della Musica viel Glück für seinen Auftritt wünschen. Das ist aber auch mehr als verständlich, schließlich ist es keine halbe Stunde mehr bis zum alles entscheidenden Wettbewerb, und Rudik und seine Mitstreiter aus insgesamt 14 Ländern sitzen alle über ihre Instrumente gebeugt.


„Ich muss mich noch einspielen“, sagt der Musiker kurz, dann geht er in Gedanken schon wieder seinen Auftritt durch: fünf Minuten Zeit, um die Fachjury, eine weitere Kritikerjury und die rund 1200 Zuschauer im Saal mitzureißen. Die Konzentration in den Gängen hinter der Bühne soll nicht länger gestört werden, also zurück in den Saal und sich auf eine abwechslungsreiche Show freuen.


Die 14 Finalteilnehmer müssen sich zuerst in nationalen Ausscheidungen beweisen. Die jeweils Erst­platzierten in der Erwachsenen-Kategorie treten dann beim internationalen Finale in Rom gegeneinander an. Die Teilnahme ist attraktiv: Schon für die Vorbereitung auf den nationalen Wettbewerb stellt Roland den Spielern V-Accordions zur Verfügung, als Preis lockt am Ende ein eigenes Instrument – ein FR-1/FR-1b für die Junioren, ein FR-7/FR-7b für die Erwachsenen. Für die Zweit- und Drittplatzierten gibt’s Soundmodule bzw. Kopfhörer.


Beim internationalen Finale locken dann 5000 Euro für Platz eins, 2000 Euro für Platz 2 und 1000 Euro für Platz drei. Eine Pressejury aus namhaften italienischen Musikkritikern vergibt zudem einen Sonderpreis (Ron Lankford Journalistenpreis) in Höhe von 500 Euro. Und: Die drei Erstplatzierten des internationalen Finales qualifizieren sich zur Teilnahme am renommierten Akkordeonwettbewerb „Coupe Mondiale“ in der Kategorie „Digitales Akkordeon“.


Das Finale besteht aus zwei Elementen: Am ersten Tag spielen die Teilnehmer zehn Minuten alleine vor der Jury, am zweiten Tag findet abends das große Finalkonzert statt. Beide Runden gehen in die Jury-Wertung ein. „Der erste Tag war für mich schwieriger“, verrät Rudik Yakhin. „Ich musste vormittags schon kurz nach zehn ran. Das Konzert am Abend ist eher das, was ich als Musiker gewohnt bin.“ Das Akkordeonspielen hat Rudik Yakhin längst zu seinem Beruf gemacht; seit über 30 Jahren spielt er das Instrument. „Ich spiele in verschiedenen Bands, habe selbst eine Rockband und spiele auch bei den Don Kosaken“, erzählt der Musiker. „Manchmal bin ich auch solo auf der Bühne.“ (us)


(Weiter lesen Sie in der Ausgabe 1/11)



Eine Bildergalerie zum Roland V-Accordion-festival finden Sie hier ...



Die Themen: Brings | 4. internationales Roland V-Accordion-Festival | Recht: Rechtsfragen bei der CD-Produktion (4)



Die aktuelle tastenwelt jetzt bestellen



© 2005-2014 tastenwelt - ein Magazin der PPVMEDIEN GmbH - Impressum