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Workshop: Spielpraxis


Synth-Sounds richtig spielen


Als „Vintage Synthesizer“ bezeichnet man die analogen Synthesizer-Modelle ab ca. 1970 bis zum Beginn der Digital-Ära mit DX7 und D-50. Die Namen dieser Klangerzeuger lassen noch heute die Augen aller Musiker leuchten, die die analoge Urgewalt der Moogs, Prophets und ARPs schon einmal direkt erleben konnten.


Den Analog-Synthesizern dienten elektronisch erzeugte Grundwellenformen als Ausgangsmaterial. Typischerweise sind dies Sinus, Rechteck und Sägezahnschwingung. Diese werden dann mit verschiedenen Filtern und Hüllkurven klanglich bearbeitet, so wie ein Bildhauer aus einem Steinblock eine Gestalt heraus meißelt. Dieses Verfahren wird als subtraktive Synthese bezeichnet und war bis zum Aufkommen der Sample-Player die meist benutzte Form der Klangerzeugung. Wenn Sie mehr über Klangsynthese erfahren wollen sollten Sie auch die entsprechenden Beiträge der Workshop-Serie „Sound“ verfolgen.


Eingeläutet wurde die Ära der Synthesizer für die breite Masse mit dem portablen Minimoog ab 1970. Bis dahin waren Synthesizer oft kühlschrankgroße Ungetüme aus verschiedenen Klangeinheiten (Modulen), die mit Patch-Kabeln verbunden werden mussten, so dass man sich eher in der Schaltzentrale eines Atomreaktors wähnte als im Tonstudio. In diesen Pioniertagen der elektronischen Klangerzeugung musste man sich die neuen Klangwelten mühsam erschließen und gegen Stimmungsschwankungen durch instabile Netzspannung ankämpfen. Auch an mehrstimmiges Spiel war bis 1976 nicht zu denken, ganz abgesehen von der Möglichkeit, Programme zu speichern, was als einer der ersten der Prophet 5 von Sequential Circuits im Jahr 1978 ermöglichte.



(Lesen Sie weiter in der Ausgabe 1/07)




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