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Die Erwartungshaltung ist hoch, denn E-MU bringt mit dem Longboard ein nach eigener Nomenklatur „Professional Performance Instrument“. Doch auch nach ausgiebigem Testen bleibt das Gerätekonzept vage.
Ein großer Name wirft seinen Schatten: Bis in die 90er Jahre gehörte E-MU zu den Spitzenreitern im Synthesizer- und Sampler-Markt. Unzählige Filmkomponisten hatten oft gleich mehrere der großen E-MU-Sampler im Studio. Doch diese sind inzwischen durch Computer mit Softwaresamplern ersetzt. Deshalb darf man jetzt gespannt sein, mit welchen Produkten der Name E-MU nun wieder im Keyboardsegment Fuß fassen soll. Dem Test stellt sich das E-MU Longboard, ein Keyboard mit 61 Tasten und interessanten Zusatzfunktionen. Unter dem Namen Shortboard gibt es eine Variante mit 49 Tasten.
Schmuck ist es, in Cremeweiß gehalten und mit einer sehr übersichtlichen und vorbildlich beschrifteten Bedienoberfläche ausgestattet. Auf ein Display wird beim Longboard verzichtet, abgesehen von einer 3-Ziffern-LED-Anzeige für die Programmnummern. Die Tastatur ist sehr griffig; die Tasten haben aber einen recht geringen Hub. Pitchbend und Modulation werden mit zwei sehr griffigen Rädern kontrolliert, mit 6 Drehreglern lassen sich die wichtigsten Klangparameter wie Attack, Decay, Filterfrequenz und Cutoff in Echtzeit verändern sowie der Anteil der eingebauten Effekte Hall und Chorus. Links auf der Vorderseite liegen zwei Kopfhörerbuchen, was das Instrument für den Unterricht interessant machen soll, ebenso wie die an der Rückseite angebrachte Vorrichtung für ein Kensington-Schloss, mit dem das Instrument gegen Diebstahl gesichert werden kann. Über die MIDI-in/out-Buchsen lässt sich externes Equipment anschließen. Ist das Longboard per USB an den Rechner angeschlossen, dient es gleichzeitig auch als MIDI-Interface. Vom Rechner aus kann das Longboard auf 16 MIDI-Kanälen angesteuert werden.
(Lesen Sie weiter in der Ausgabe 4/10)
Audio-Demos zum Herunterladen
| E-MU_LONGboard_Multi_Demo.mp3 | 2.3 M |
E-MU Longboard: Performance Keyboard | |
+ | Übersichtliches Bedienlayout |
+ | Batteriebetrieb |
+ | Wireless-Audio-Option |
- | Geringe Soundauswahl |
- | Keine Speicherplätze für Combi-Sounds |
- | Magere Effektsektion |
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