Test: Korg microArranger

Kleiner Begleiter


Ein kleinformatiges Arranger-Keyboard mit Spaßfaktor bringt Korg mit dem microArranger. Auf nicht mal 90 x 30 cm bringt der Hersteller alles unter, was man von einem Arranger-Keyboard erwartet.


Miniaturisierung wird bei Korg groß geschrie­ben. Diesen Eindruck vermittelt zumindest die Produktvielfalt der Modelle, die ein „micro“ im Namen tragen: microKorg, microStation, microPiano – um nur eine Auswahl zu nennen – und jetzt: microArranger. Die „micro“-Instrumente sind beliebt: günstig, kompakt, mobil. Arranger-Keyboards im Miniformat kennt man aber längst und hat sie normalerweise in der Spielzeugecke. So einfach sollte man es sich mit dem microArranger von Korg allerdings nicht machen.


Outfit


Der Korg microArranger kommt im kompakten schwarzen Kunststoffgehäuse mit abgerundeten Sei­ten. Das Gehäuse misst 87 x 28 cm, ist an der höchsten Stelle etwa 9 cm hoch und wiegt 4,2 kg. Mit diesen Maßen eignet es sich als mobiler Begleiter, ist jedoch auf eine Stromversorgung durch Netz­adapter angewiesen. Die Bedienoberfläche weist alle Elemente auf, die man Korg typisch von einem Arranger-Keyboard erwartet, nur alles eben eine Nummer kleiner. Die weißen Tasten sind 8 cm lang und 1,9 cm breit, beim Spielen werden sie ca. 1 cm nach unten gedrückt. Trotz dieses Mini-Formats gelingt das Spielen eigentlich recht gut.


Im Zentrum der Oberfläche steht ein hintergrund­beleuchtetes monochromes LC-Display, das etwa 9 x 6 cm misst, in Kontrast oder Helligkeit aber leider nicht geregelt werden kann. Die Präsentation der Informationen auf den Displayseiten ist recht gut gelungen und übersichtlich. Links des Displays findet man die Bedienelemente für die unterschiedlichen Keyboard-Modi und die Style-Bedienelemente sowie drei Schieberegler: Master-Volume, Lautstärke­verhältnis zwischen Begleitung und Live-Parts und einen zuweisbaren Regler. Rechts des Displays sind die Sound-/Performance-Schalter, die Pads und Transpose-Taster. Unterhalb des Displays findet sich der Korg typische XDS-Doppelsequencer mit seinem Überblendregler. Direkt um das Display herum gruppiert sind Funktionsschalter, die zur Auswahl von Menüeinträgen dienen oder zum Beispiel Mixer-Funktionen übernehmen können.


Die Lautsprecher leisten zweimal fünf Watt und klingen angesichts ihrer Größe ganz ordentlich. Anschlussseitig bietet der Korg microArranger einen Kopfhöreranschluss im Miniklinkenformat, zwei Line-Ausgänge im Standard-Kinkenformat (L/R), einen Stereo-Line-Eingang (Miniklinke) und zwei Pedalan­schlüsse für ein Sustain- und ein zuweisbares Pedal. MIDI-Verbindungen baut das Keyboard über die fünfpoligen Standardbuchsen (in/out) auf; der mobile Musiker mit Computer ist also auf ein zusätzliches MIDI-Interface angewiesen. Das Anschlusspanel des Instruments wartet außerdem mit einem SD-Kartenschacht auf. Die Karten dienen beispielsweise als Speichermedium für Datensicherungen, MIDI-Files und Styles. Die Daten sind kompatibel mit den Korg-Keyboards Pa50, PA60 und Pa80 und können in beide Richtungen ausgetauscht werden.


(us)


(Lesen Sie weiter in der Ausgabe 2/12)


 


Bildergalerie (Anklicken zum Vergrößern)






Audio-Demos zum Herunterladen

Korg_microArranger_Demo_1.mp3   2.6 M
Korg_microArranger_Demo_2.mp3   2.4 M
Korg_microArranger_Demo_3.mp3   1.2 M
Korg_microArranger_Demo_4.mp3   1.1 M
Korg_microArranger_Demo_5.mp3   1.9 M
Korg_microArranger_Demo_6.mp3   2.5 M
Korg_microArranger_Demo_7.mp3   1.7 M


Wertung

Korg micro­Arranger: Arranger-Keyboard

+

Gute Sounds

+

Attraktive Styles

+

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

+

Styles direkt von Karte spielbar

-

Mobil-Konzept nicht 100prozentig zu Ende geführt (kein Batteriebetrieb, kein USB)




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