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Das StudioLive 16.0.2 von PreSonus ist ein Digitalmischpult, das den Anwender mit seiner Ausstattung und durchdachten Bedienoberfläche überzeugen will. Was ihm auch gelingt, wie dieser Test beweist.
Im Wesentlichen zwei Gründe haben Analogpultbesitzer bisher davon abgehalten, sich auf ein Digitalmischpult einzulassen: der Preis und die anders gelagerte Bedienphilosophie. Bei Digitalpulten denkt man nämlich nicht mehr in Quellen oder Kanälen, sondern in Layern oder Ebenen. Mit den immer weiter schrumpfenden Bedienoberflächen und den immer größer werdenden Displays konnte sich mancher ebenso wenig anfreunden, wie mit den oft recht happigen Preisen. Einen anderen Weg geht PreSonus mit seinen StudioLive-Pulten, die schon im Special der Ausgabe 6/2010 einen guten Eindruck machten. Jetzt gibt es das nochmals kompaktere StudioLive 16.0.2, das wir getestet haben.
Auf den ersten Blick erscheint das Testgerät erfreulich analog: Das sonst in der Geräteklasse omnipräsente, großformatige Display fehlt dem StudioLive gänzlich; es beschränkt sich auf ein kleines, aber trotzdem informatives Display in der oberen, rechten Ecke des Pults. Dafür gibt es – genau wie beim großen 16.4.2 aus der Serie – oberhalb der Faderbank den so genannten „Fat Channel“, über den die gesamte Audiobearbeitung Kanal für Kanal erfolgt. Die Vorgehensweise ist erfreulich einfach: Man wählt einen Kanal aus und nimmt im „Fat Channel“ alle Bearbeitungsschritte der Reihe nach vor. Dies gestaltet sich übersichtlich und strukturiert.
Der Fat Channel verfügt pro Funktionseinheit über aussagekräftige LED-Ketten und Endlosdrehregler, neudeutsch Encoder genannt. Im Detail kann man pro Kanal eine dreibandige, parametrische Klangregelung plus regelbarem Lowcut, ein Gate, einen Kompressor sowie einen Limiter einsetzen. Praktisch hat man damit eine Vollausstattung auf allen 16 Kanälen, die auf analogem Weg ein gut gefülltes Siderack notwendig gemacht hätte. Stichwort Kanäle: Das StudioLive 16.0.2 bietet acht Mono-Mikrofoneingänge sowie weitere vier Eingänge, die man wahlweise mono oder stereo einsetzen kann und kommt damit auf maximal 12 gleichzeitig nutzbare Mikrofonkanäle.
Das Mischpult bietet insgesamt vier Aux-Wege, die von pre nach post schaltbar sind und damit gleichermaßen für externe Effekte, Monitoraufgaben oder andere Ausspielzwecke genutzt werden können. Parallel dazu besitzt das StudioLive 16.0.2 zwei interne Effektwege, die auf die beiden Effektprozessoren an Bord geführt werden. Einen Ausgang gibt’s natürlich auch; ein einzelner Summenfader regelt den Pegel am Ausgang.
(Lesen Sie weiter in der Ausgabe 1/12)
Bildergalerie (Anklicken zum Vergrößern)
PreSonus StudioLive 16.0.2: Digitales Mischpult | |
+ | Gelungene Bedienphilosophie – auch für analog denkende Mischer |
+ | Klingt ausgeprochen gut |
+ | Alles an Bord – von Dynamics bis zu den Effekten |
+ | Fürs Studio wie für Live-Zwecke geeignet |
+ | Konkurrenzlos günstig gemessen an den Features |
+ | PreSonus-DAW Studio One Artist im Lieferumfang |
- | Kein USB-Anschluss |
Rubrik "Bühne": Test: PreSonus StudioLive 16.0.2 | Test: Sennheiser ew 100-935 G3-1G8 | Test: Gruv Gear V-Cart Solo | Test: Alto professional TS112A | Test: IMG Stage Line LED-640RGBW | Test: Eurolite KLS 1001 | Test: Beyerdynamic DT 1350 | Test: Olympus LS-20m | Test: Tascam DR-05 | Test: Zoom H2n | Kurztest: Klotz DI44 | Workshop: Säulen-PA-Systeme in der Praxis (2)
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