Test: Roland BK-5

Bühnenreif


Roland bringt frischen Wind in den Arranger-Markt. Das brandneue BK-5 spielt preislich zwar im Ein- und Aufsteiger-Segment, sein durchsetzungsfähiger Sound und einige Funktionen machen
das Keyboard aber auch zum gern gehörten Gast auf der Bühne.

Die pure Lust aufs Spielen wecken die Roland-Ingenieure mit dem BK-5: Sie haben es geschafft, ein Arranger-Keyboard zu bauen, das ganz viele Musiker glücklich machen kann. Der Ein- und Aufsteiger findet an dem Ins­trument ebenso Gefallen wie der Profi, der es freilich eher als Zusatzwerkzeug mit auf die Bühne nehmen wird. Ganz egal: der Sound überzeugt. Eines der ersten Serienmodelle hat seinen Weg in die tastenwelt-Redaktion gefunden, und wir haben es auf den Prüfstand gestellt.

Outfit

Das Roland BK-5 ist ein kompaktes Arranger-Keyboard im schicken, schwarzen Kunststoffgehäuse. Die Seitenkanten sind abgerundet, die Linie vom linken zum rechten Lautsprecher leicht geschwungen. Im Zentrum steht ein 160 x 160 Pixel großes Display, links und rechts davon findet man die wichtigsten Bedientaster. Deren Design kennt man bereits vom Arranger-Modul BK-7m, die Haptik ist ausgesprochen gut. Einige Taster sind doppelt belegt, und dabei bemerkt man einen der wenigen Kritikpunkte an dem Instrument: Die graue Beschriftung der Zweitbelegung hebt sich kaum vom schwarzen Untergrund ab, so dass – je nach Licht – die Buchstaben, Ziffern oder Symbole schwierig zu lesen sind.

Die Tastatur des Instruments gefällt auf Anhieb. Mit etwas Erfahrung merkt man natürlich, dass man kein Spitzenklasse-Instrument unter den Fingern hat, aber das Spielen damit macht allemal Spaß. Aftertouch darf man in der Preisklasse unter 800 Euro leider nicht erwarten. Anschlussseitig bietet das BK-5 überwiegend etablierte Standards: zwei Line-Ausgänge im Klinkenformat, MIDI-Ein- und -Ausgang, zwei Pedalanschlüsse (einer davon für Sustain, einer frei belegbar), ein USB-Anschluss für Verbindungen zum Computer und ein in der Oberfläche versenkter Anschluss für USB-Sticks. Der Audio-Eingang im Stereo-Miniklinkenformat, wie ihn auch das BK-5 bietet, wird in letzter Zeit zunehmend beliebter, um Playbacks von MP3-Playern einzuschleifen und dazu zu spielen.

Eine erste Besonderheit des BK-5 sind die doppelt vorhandenen Kopfhöreranschlüsse. Damit wird das Instrument in Musikschulen sicher etliche Anhänger finden. Ein Extra für Bühnenmusiker stellt der Video-Ausgang im Cinch-Format dar. Hierüber lassen sich die Lyrics von Playbacks ausgeben – wahlweise mit einfarbigem Hintergrund oder mit einem eigenen Hintergrundbild. So lässt sich der begrenzte Raum des internen Displays auf der Bühne ausgleichen.

(us)

(Lesen Sie weiter in der Ausgabe 2/12)

 


Bildergalerie (Anklicken zum Vergrößern)










Audio-Demos zum Herunterladen

Roland_BK-5_Factory-Demo.mp3   3.8 M
Roland_BK-5_Song-Demo.mp3   3.7 M
Roland_BK-5_Song-Demo.mp3   3.9 M
Roland_BK-5_Style-Demo.mp3   2.1 M
Roland_BK-5_Style-Demo.mp3   1.7 M
Roland_BK-5_Style-Demo.mp3   2.6 M
Roland_BK-5_Style-Demo.mp3   1.5 M
Roland_BK-5_Style-Demo.mp3   1.8 M


Wertung

Roland BK-5: Arranger-Keyboard

+

Sehr gute Sounds

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Packende Styles

+

Druckvoller Sound

+

Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

+

Video-out für Lyrics/Dia-Show

-

Kein MIDI-Recording

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Zweitbeschriftung doppelt belegter Taster schlecht lesbar





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