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Patrick Tompert



Berufung: Musiker


 


Musiker im Zweitberuf – und trotzdem ein Vollblut-Jazzer vom Feinsten? Patrick Tompert zeigt, dass es geht. Der Stuttgarter Rechtsanwalt verbindet eine juristische Karriere mit musikalischer Leidenschaft. Wer ihn live oder auf CD hört, spürt, dass die Musik für ihn alles andere als zweitrangig ist.


 


Wer neben der Musik noch einen weiteren Hauptberuf ausübt, läuft Gefahr, nicht die nötige Zeit zu finden, um wirkliche Fortschritte zu machen. Anders bei Patrick Tompert: Der 1971 geborene Stuttgarter ist seit langer Zeit begeisterter Jazzliebhaber und -interpret und entwickelte sich neben seiner juristischen Ausbildung auch musikalisch immer weiter.


 


Dabei sieht es in seiner Kindheit überhaupt nicht nach Jazz aus. Damals steht der Stuttgarter nämlich auf volkstümliche Musik – vorzugsweise Slavko Avsenik und seine „Original Oberkrainer“. Klavierunterricht erhält er seit dem sechsten Lebensjahr, und nach seinen eigenen Angaben ist der bescheidene Tompert nicht gerade ein Kindertalent.


 


Mit 10 Jahren nimmt ihn der jazzbegeisterte Vater zu einem Oscar-Peterson-Konzert mit. Patrick ist begeistert: „Sowas will ich auch spielen!“ Es folgt eine lange autodidaktische Zeit: Soli und Begleitungen werden von Schallplatten herausgehört und einstudiert. Irgendwann hat er sich so ein eigenes musikalisches Vokabular erarbeitet. Öffentlich vor Zuhörern musiziert Tompert zu dieser Zeit aber nie. Parallel zur eigenen Jazz-Musik erhält Tompert klassischen Klavierunterricht bis zum Abitur. Seine Lieblingskomponisten sind bis heute Bach, Beethoven, Schubert und Liszt. Einzige Abneigung: Chopin. Oscar Peterson bewundert er dagegen bis heute. Tompert reist ihm im Lauf der Jahre sogar zu zahllosen Konzerten nach.



(Lesen Sie weiter in der Ausgabe 6/06)



Magazinbeiträge: Teure Unterhaltung | Porträt: Patrick Tompert



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