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Harmonielehre ist nicht nur eine Disziplin für Musikwissenschaftler, für Theoretiker oder Historiker. Sie begegnet uns eigentlich immer, wenn wir Musik machen: Wenn man beim Arranger-Keyboard einen Akkord greift, muss man wissen, aus welchen Tönen er sich zusammensetzt. Wenn man nach Akkordsymbolen spielt, muss man darüber hinaus wissen, wie die Töne auf der Klaviatur sinnvoll auf beide Hände zu verteilen sind.
Dabei beziehen wir uns auf die Harmonielehre der Musik ab etwa 1600, als das Denken in Akkorden größere Bedeutung erhält. Zum anderen soll gleich von Anfang an die Jazzharmonielehre mit einbezogen werden, die den gleichen Ursprung hat. Sie liegt den meisten Titeln aus Jazz und Pop zugrunde und bietet deshalb meist das passendere Erklärungsmodell.
Tonleitern sollten den meisten Lesern vertraut sein. Dabei handelt es sich um eine Reihe von meist sieben Tönen, die beim Grundton beginnt und deren Töne in aufsteigender Form hintereinander angeordnet werden und zwar in Ganzton- (GT) oder Halbtonschritten (HT). Bei einer Dur-Tonleiter ist das die Abfolge GT-GT-HT-GT-GT-GT-HT, bis man dann wieder beim Grundton angelangt ist.
(Lesen Sie weiter in der Ausgabe 5/10)
In dieser Beitragsreihe werden wir Ihnen Schritt für Schritt die wichtigsten Grundbegriffe der Harmonielehre näher bringen, denn für Improvisation, Arrangieren von Chorstimmen oder das Spielen nach Akkordsymbolen sind harmonische Grundkenntnisse unerlässlich.
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