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Workshop: Spielpraxis


MIDI-Akkordeon in der Praxis (4)


MIDI-Systeme für Akkordeons und Har­monikas haben sich zu wahren Funk­tions­boliden entwickelt. Der Fülle an möglichen Einstellungen ist meist nur noch mit spezieller Software beizukommen – ein Weg, dem sich der Hersteller Totter bis­lang verweigert. Ziel der Entwickler ist es, ein System zu bauen, das mit Bord­mit­teln so einfach wie möglich zu bedienen ist, damit die Anwender nicht auf Extra-Werkzeuge angewiesen sind. Gerade, wenn man kurz vor dem Auftritt beispielsweise wegen eines Defekts auf ein anderes Soundmodul ausweichen muss, kann dieser Weg den Gig retten. Denn kaum einer wird für solche Notfälle eigens ein Notebook einpacken.

Als Beispielsystem dient in dieser Work­shop-Folge das aktuelle Totter-MIDI-Sys­tem TM-4 LUX mit der so genannten Kvintet-Funktion. Der Controller be­findet sich direkt am Akkordeon, das Sys­tem kommt ohne PC oder sonstige externe Hilfs­mittel zur Pro­grammierung aus. Das MIDI-Sys­tem sendet auf bis zu 9 Kanälen gleichzeitig, wobei der neunte Kanal zum Senden von MIDI-Systemdaten dient. Balg- und auch Anschlagdynamik werden vom System verarbeitet. Als Soundmodul kommt für diesen Workshop ein Ketron SD2 zum Einsatz; das TM-4 LUX kann aber auch mit jedem beliebigen MIDI-Sound­modul oder Keyboard eingesetzt werden.

100 Programmplätze stehen dem An­wen­der für Klangkombinationen zur Ver­fü­gung. Ein Teil dieser Speicherplätze wurde vom deutschen Totter-Vertrieb (Mu­sik­haus pro-harmonika) mit Ein­stel­lungen für das Soundmodul Ketron SD2 belegt.


(Lesen Sie weiter in der Ausgabe 4/08)





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