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Workshops der aktuellen Ausgabe 1/06


Begleitautomatik: Quint- und Terzbässe


Um die Begleitautomatik optimal auszunutzen, ist es sinnvoll auch zu wissen, wie diese arbeitet. Manche Funktionsweisen werden erst dadurch richtig verständlich. Im ersten Teil der Workshop-Reihe haben Sie erfahren, dass ein Yamaha-Style aus 15 Sektionen in den Kategorien Intro, Main, Fill-in und Ending besteht.


Auch das zentrale Element im Umgang mit der Begleitautomatik, die Steuerung des Basses haben Sie schon kennengelernt. Ziel ist es, im Bass nicht nur die programmierten Töne zu spielen, sondern durch Bassdurchgänge einen intensiveren Zusammenhang und damit einen lebendigeren Vortrag zu erreichen. Ein Song klingt dadurch schon fast wie arrangierte Musik.


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Fehlerteufel

Im Notenbeispiel zum Thema aus der 9. Symphonie von Beethoven hat sich ein Fehler eingeschlichen, die Takte 9-12 sind doppelt vorhanden. Den korrekten Notentext stellen wir Ihnen hier zum Download als Tiff-Bild bereit. Sie können die Datei mit einem Bildbetrachter oder einem Bildverarbeitungsprogramm öffnen und ausdrucken. Wir bitten Sie, den Druckfehler zu entschuldigen.



Spielpraxis: Bläser am Keyboard


In dieser Praxis-Reihe zeigen wir Ihnen, wie Sie Naturinstrumente wie Streicher, Saiten- und Blasinstrumente stilsicher auf dem Keyboard interpretieren. Auf diese Weise wirkt Ihr Spiel lebendiger und professioneller.


Die Bläser-Sounds, die man als Keyboarder benötigt, bestehen zum einen aus den Solo-Instrumenten, zum anderen aus den Ensemble- oder Bläser-Sections. Die Soloinstrumente werden entweder dazu benutzt, Soli zu spielen oder auch, z.B. im Rahmen von Dinnermusik, die Gesangsstimme zu ersetzen. Ensembles können dagegen vom typischen Oberkrainer-Gespann aus Trompete und Klarinette bis zur kompletten Big-Band-Section reichen. Letztere besteht im Original eigentlich aus zwei Ensembles, nämlich den Reeds (Holzbläser, mit Saxophonen, Klarinetten und Flöten) und Brass (Blechbläser, also Trompete, Flügelhorn, Posaune). Der Begriff Brass-Section wird aber oft auch als Oberbegriff für Bläsersätze im Allgemeinen benutzt.


In Keyboards und Workstations mischt man Trompeten und Posaunen mit Saxophonen (meist Tenor), wie es auch in kleinen Bläsersätzen üblich ist. Anstelle der Posaune kann auch das Bariton-Sax zum Einsatz kommen. Wer es à la Bert Kaempfert mag, kann für schummrige Jazz-Balladen wie „Moonlight Serenade“ auch Flügelhorn mit Flöten und hauchigen Saxophonen kombinieren. Spielfertig aufbereitete Ensemble-Sounds und Setups bringt jedes aktuelle Keyboard mit. Wenn man nun einen Bläsersatz am Keyboard oder der Workstation als Layer aus drei verschiedenen Sounds erzeugt, erklingen pro gespielter Note auch immer alle drei Sounds gleichzeitig. Ein dreistimmiger Akkord wird dadurch genau genommen neunstimmig. Typische Bläser-Duos sind so nicht realisierbar.


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Klavierstunde: Morning Has Broken


In der Reihe „Klavierstunde“ zeigen wir Ihnen, wie Sie sich Stücke am Piano oder Keyboard erarbeiten. Dazu liefern wir Ihnen die Noten und eine Einführung in das jeweilige Musikstück.


Der Name Cat Stevens wird auch heute noch vor allem mit seinem bekanntesten Hit „Morning Has Broken“ aus dem Jahr 1972 assoziiert. Als bekannter Singer/ Songwriter (ein Liedermacher, der seine eigenen Texte selbst begleitet) war seine Zeit in den späten 60er- und frühen 70er-Jahren. Ausgerechnet sein bekanntes „Morning Has Broken“ hatte er aber nicht selbst geschrieben. Das Stück geht zurück auf das irische Kirchenlied „Saint Patrick’s Breast Shield“. Seinen heutigen Text erhielt die Melodie 1931 von der britischen Kinderbuchautorin und Lyrikerin Eleanor Farjeon. Stevens verwendete für seine Fassung aber nicht den vollständigen Text, sondern nur die ersten drei Strophen.


Seinen besonderen Reiz bekommt die Einspielung von Cat Stevens nicht nur durch die ausdrucksstarke Melodie, sondern auch durch die Klavierzwischen-spiele des Keyboarders Rick Wakeman. Mit ihrer starken Figurierung bilden sie einen schönen Kontrast zu den ruhigen, langen Notenwerten der Melodie. Angeblich wurde Wakeman für seinen mehr als marginalen Beitrag nie angemessen entlohnt. Ein Studiohonorar von damals 9 Pfund und 10 Schilling (ca. 20 Euro) ging anscheinend auf dem Postweg verloren. Vergegenwärtigt man sich die Summen, die Cat Stevens mit diesem Titel verdient hat (es sollen Millionen sein), ist es verständlich, dass Wakeman auf Stevens seit damals nicht gut zu sprechen ist.


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Gear-Tuning: Neue Styles fürs Keyboard


In diesem Workshop gibt’s Tipps, wie Sie das Beste aus Ihrem Tasteninstrument herausholen. Das steigert Ihre Performance und macht manchen Neukauf überflüssig.


Nachdem in der vorigen Ausgabe gezeigt wurde, wie man das Betriebssystem auf Vordermann bringt und dem Keyboard zusätzliche Funktionalität verschaffen kann, erfahren Sie dieses Mal, wie Sie die Begleitautomatik mit neuen Styles erweitern und so Ihren Bedürfnissen anpassen können. Als Produktbeispiele dienen Korg Pa-1X, Roland G-70 und Yamaha Tyros.


Navigiert man durch die Style-Sektion eines Keyboards, stößt man bei den neueren Modellen immer wieder auf die Bezeichnung „empty“. Wählt man den Style an, passiert überhaupt nichts. Wenn man sich zum ersten Mal mit einem neuen Keyboard beschäftigt, glaubt man zunächst an einen Fehler oder einen Scherz. Wozu wird der teuere Speicherplatz leer gelassen? Ist das vielleicht sogar ein Modell- oder Produktionsfehler? Warum sind hier keine vorgefertigten Styles gespeichert?


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Beispiel-Styles zur Programmierung eines "Monster-Styles" mit 8 statt 4 Variationen



Alle Styles sind zur Begleitung einer (langen) Polonaise geeignet.


Zum Herunterladen: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen Sie "Ziel speichern unter" bzw. einen dementsprechenden Eintrag des Kontextmenüs.



Korg PA1X

Name: PartyPol (Set mit dem Original-Style und der Variation)
Basis: Party Polka 1 (Sektion World 1)
Beschreibung: Die Drum-Spur wurde mit Clap und Cowbell ergänzt. Die etwas unruhige Akkordeon-Figur wurde an einer Stelle entschärft. Ab der dritten Variation ändert sich auch die Bass-Figur.
Laden: Im Ordner "PartyPol" befinden sich zwei Styles. Der erste ist die Basis, der zweite die Variation. Wie man die Styles lädt, steht im aktuellen Gear-Tuning-Workshop.


Roland G-70

Name: Polca 2B
Basis: Polca 2 (Sektion World)
Beschreibung: In der Drum-Spur wurde ein Tambourin und Klatschen (Clap) eingefügt. Ab der dritten Variation gibt es einen Oktavbass, der in der 7th-Variation (Septimakkord) im letzten Takt eine überleitende Figur spielt. Zusätzlich wurde eine E-Gitarre eingefügt.
Laden: Wie man den Style lädt, steht im aktuellen Gear-Tuning-Workshop.


Yamaha Tyros

Name: PolkaPopB
Basis: PolkaPop (Sektion Ballroom)
Der Basis-Style wurde unverändert belassen und ab der ersten Variation mit einer lebendig wirkenden Tambourin-Figur ergänzt. Ab der zweiten Variation kommt ein Clap dazu. In der vierten Variation wurde der Wechselbass durch eine Oktavbass-Figur ersetzt.
Laden: Wie man den Style lädt, steht im aktuellen Gear-Tuning-Workshop.




Rubriken der Tastenwelt 1/06


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