Aktivbox dB Technologies Opera 12 im Test: Klangstark

Drei Aktivboxen bietet dB Technologies in seiner überarbeiteten Opera-Serie. Geboten werden laut Hersteller modernste DSP-Technologie, starke Class-D-Endstufen und Hochleistungstreiber. Dem Praxistest stellt sich die vielseitig einsetzbare Opera 12.

Wer sich nach Aktivboxen umschaut, wird unweigerlich auf die Modelle von dB Technologies stoßen. Seit vielen Jahren erfolgreich am Markt und stetig weiterentwickelt, ist die Opera-Boxenserie des italienischen Herstellers fast schon zum Synonym einer Produktgattung geworden. Während frühere Generationen in 500er-, 700er- und 900er-Modelle unterschieden wurden, heißen die jüngsten Aktivboxen schlicht Opera 10, Opera 12 und Opera 15 – bezeichnet nach der Größe des verwendeten Basslautsprechers. Die mittlere Opera 12 stand auf dem Prüfstand, um die Weiterentwicklungen unter Beweis zu stellen.

Outfit

Die neuen Opera-Aktivboxen sind nicht nur optisch, sondern auch technisch komplett neu entwickelt und bieten einige einzigartige Features. Das neue Erscheinungsbild ist elegant und schlicht. Dafür sorgt die geschlossene Front. Der Verzicht auf die „sichtbaren Hüften“ der Vorgängermodelle (rund um die Basslautsprecher) trägt erheblich zum positiven Eindruck der Opera 12 bei. Die Lautsprecherfront wird durch ein stabiles, mattschwarz beschichtetes Lochstahlblech geschützt, dessen Löcher als sechseckige Waben geformt sind. Zum Schutz vor Spritzwasser und Staub wurde noch eine Lage schwarzes, feinmaschiges Gewebe mit der Rückseite des Stahllochblechs verklebt.

Nur etwas mehr als 14 kg bringt die Aktivbox auf die Waage. Möglich wird dies durch ein Kunststoffgehäuse, das durch ausreichend dicke Wände und eine akustisch optimierte Formgebung bei der Wiedergabe kaum Eigenresonanzen entwickelt und in der Praxis deshalb akustisch neu­tral bleibt. Das leichte Polypropylen-Gehäuse bietet darüber hinaus zwei ausreichend dimensionierte Griffmulden für den bequemen Transport, von denen eine in die Oberseite und die andere in eine Seitenwand eingelassen ist. In den Boden integriert ist ein Stativ-Flansch zur Montage der Lautsprecherbox auf einem handelsüblichen Lautsprecherstativ. Außerdem sind drei M10-Gewindeeinsätze für Schraubösen in das Gehäuse eingelassen, mit denen die Box aufgehängt werden kann. 

 

Flexibel einsetzbar wird die Fullrange-Box durch das Multifunktionsdesign des Gehäuses: Eine Seite ist abgeschrägt und erlaubt den Betrieb der Opera 12 als Bühnenmonitor. Der Aufstellwinkel erscheint mit 45 Grad dafür ideal. Damit dabei die Seitenwand nicht verkratzt wird, sind kleine, ungefähr fünf Millimeter hohe Füße in das Profil der Seitenwand eingearbeitet.

Horn

Das Hochtonhorn der Opera 12 hat dB Technologies neu konstruiert. Es ist asymmetrisch aufgebaut, wie andere Opera-Hörner davor auch schon, allerdings fällt das nicht weiter auf, denn es sitzt hinter der geschlossenen Gehäusefront. Befeuert wird das Hochtonhorn durch einen 1-Zoll-Kompressionstreiber mit 1,4-Zoll-Schwingspule. Die asymmetrische Form sorgt für optimierte Abstrahlwinkel für eine Reihe von Einsatzmöglichkeiten.

Wird die Opera 12 vertikal aufgestellt, beträgt der horizontale Abstrahlwinkel an der oberen Kante des Horns 85 Grad, gegenüber 120 Grad an der unteren Kante. Durch die stärkere Bündelung der nach oben abgestrahlten Schallwellen werden eine höhere Richtwirkung und damit höhere Reichweite des Obertonspektrums erreicht. Das wirkt sich in Räumen mit hohem Eigenhall besonders positiv auf die Klarheit des Klangbilds aus.

Auch der vertikale Abstrahlwinkel ist asymmetrisch. Lautsprecher werden meist auf Stativen montiert, damit die Schallwellen sich ungehindert über den Köpfen des stehenden Publikums ausbreiten können. Das Opera-12-Horn ist deshalb so gebaut, dass der Großteil des vertikalen Abstrahlwinkels nach unten gerichtet ist: 60 Grad strahlen nach unten, 25 Grad nach oben. In der Summe macht das den vertikalen Abstrahlwinkel von 85 Grad aus. Vorteil dieser asymmetrischen Aufteilung: Das Publikum bekommt bereits im Nahbereich der Lautsprecher ein volles und obertonreiches Klangbild zu hören.

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