Bewerbungsschluss an der Berufsfachschule für Rock, Pop und Jazz München

Bayerns Berufsfachschulen für Musik haben nicht nur breit gefächerte Ausbildungsziele, sie dürfen auch ihr eigenes Profil entwickeln. So richtet das Institut in München einen besonderen Fokus auf den Jazz mit seiner komplexen Harmonik, Rhythmik und seinen Soloeinlagen. Als einzige bayerische Berufsfachschule dieser Art arbeitet sie über das von der EU geförderte Programm Erasmus+ mit europäischen Partnereinrichtungen zusammen. Am 6. und 7. Juli 2018 sichtet sie Bewerber für das kommende Schuljahr. Die Anmeldefrist endet am 21. Juni.

Mit der zweijährigen Vollzeitausbildung erwerben Absolventen der Münchner Berufsfachschule für Musik den Abschluss als „Staatlich geprüfte Ensembleleiter in der Fachrichtung Rock/Pop/Jazz“. Der bereitet sie darauf vor, Laienbands und -chöre zu leiten, vermittelt das Handwerkszeug für die Arbeit als Live- und Studiomusiker und qualifiziert, privat Unterricht zu geben. Auch ein anschließendes Studium der Jazz oder Popularmusik gilt als wichtiges Ausbildungsziel.

Nach der Grundausbildung besteht die Möglichkeit, ein drittes, pädagogisches Aufbaujahr an der Berufsfachschule in München zu absolvieren. Mit diesem zusätzlichen Abschluss dürfen Absolventen an öffentlich geförderten Sing- und Musikschulen bis zur Mittelstufe unterrichten. Wer sich intensiver auf die pädagogische Arbeit konzentrieren möchte, kann sich nach zwei Jahren am Staatsinstitut in Ansbach zum Fachlehrer für Musik ausbilden lassen, um später an allgemeinbildenden Schulen Unterricht zu geben.

Besonders zuverlässigen Auszubildenden mit guten Leistungen ermöglicht der Schulträger Neue Jazzschool München e.V., durch zwei- bis dreiwöchige Lernaufenthalte an vergleichbaren Partnerinstituten in Finnland, Holland, Lettland und Slowenien erste internationale Erfahrungen zu sammeln. Um diese europaweite Zusammenarbeit zu intensivieren, feilt er gerade in dem von der EU geförderten Erasmus+-Projekt „MusicXchain“ an einer strategischen Partnerschaft.

Durch einen zweitägigen, musiktheoretischen und -praktischen Aufnahmetest stellt eine Prüfungskommission der Jazzschool fest, welche Bewerber für die breit angelegte Berufsausbildung mit 30 Wochenstunden geeignet sind und einen der maximal 18 Ausbildungsplätze erhalten. Wer sich für die Prüfung anmelden möchte, braucht mindestens einen erfolgreichen Mittelschul-Abschluss und muss seine gesundheitliche Eignung für sein Hauptfachinstrument bzw. für das Hauptfach Gesang mit einem ärztlichen Attest belegen. Mehr Informationen zum Eignungstest gibt es auf www.jazzschool.de/berufsfachschule.