Casio Privia PX-560M im Test: Günstiger Universalist

Casio bietet mit dem PX-560M ein portables Digitalpiano mit Arranger-Funktion, das sich um Stativ und Pedaleinheit erweitern lässt. Macht es so zu Hause wie auf der Bühne eine gute Figur?

Casio PX-560M (Foto: Casio)

Dass die Farbe Schwarz nicht immer erste Wahl für ein Bühneninstrument sein muss, konnte man in den letzten Jahren immer wieder sehen. Auch Casio legt Wert aufs Äußere und spendiert seinem portablen Digitalpiano PX-560M eine frische, blaumetallisch schimmernde Ober­fläche. Der mattschwarze Korpus bildet dazu einen schönen Kontrast und lässt das Instrument edel aussehen. Auch die facettenreiche Formgebung, mit Schrägen, Aussparungen und Rundungen, ist gelungen. Die Lautsprecheröffnungen erinnern an die Lüf­tungsschlitze alter amerikanischer Straßenkreuzer; der schwarz umrahmte 5,3-Zoll-Touchscreen mutet hingegen wie ein modernes Navigationsgerät an.

Konzept

Das PX-560M ist eine Mischung aus Stagepiano und Arranger-Keyboard mit Begleitautomatik und Akkorderkennung. Mit seinen 12 kg ist es leicht zu transportieren, das Kunststoffgehäuse ist aber allzu häufigen und ruppigen Bühneneinsätzen eher nicht gewachsen. Da sollte man das Instrument besser sanft behandeln.

Die graduell gewichtete Hammermechanik mit synthetischer Ebenholz- und Elfenbeintextur bietet eine Abtastung über drei Sensoren, was schnelle Repetitionen und das Anschlagen in den noch klingenden Ton ermöglicht. Die Oberfläche ist griffig, die Gewichtung der Tasten etwas schwerer und eher klaviertypisch. Keyboardspieler müssen sich also etwas umgewöhnen und ihre Fingerkraft trainieren. Alles in allem ist die Tastatur gut spielbar und ermöglicht ein differenziertes und dynamisches Spiel.

Bedienung

Die Bedienoberfläche ist übersichtlich und aufgeräumt. Links neben dem Display befinden sich die Steuerung der Begleitautomatik und der Aufnahmefunktion sowie Power-Button und Volume-Regler. Mit drei großen Drehreglern lassen sich zahl­reiche frei zuweisbare Parameter steuern. In der Werkseinstellung dienen sie zunächst zum Einstellen des dreibandigen Master-Equalizers.
Am unteren Ende der Tastatur liegen Pitchbend- und Modulationsrad. Auf der rechten Seite befinden sich die Taster zum Abspeichern von bis zu 96 Registrationen. Darüber sind die Buttons für Metronom und Tempoeinstellung sowie drei Taster, die direkt die Auswahlmenüs für Klänge und Styles aufrufen. Ein Datenrad und zwei Up-/Down-Taster sind für die Einstellung der Werte zuständig. In einer Aussparung finden USB-Sticks Anschluss.

An der Rückseite des Keyboards findet sich das Übliche: zweimal Line-in/out, ein Audio-Eingang inklusive Volume-Regler, zwei Anschlüsse für Pedale, ein USB-to-Host-Port, MIDI-in/out und die Buchse für den Netzadapter. An der Vorderseite links befinden sich zwei Miniklinken-Kopfhörerausgänge. Eine als Zubehör erhältliche Pedaleinheit kann auf der Unterseite angeschlossen werden, hierfür ist aber auch der dazugehörige Ständer erforderlich.

Audio-Beispiele zum Casio PX-560M

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