Kaufberatung: Welches Keyboard für wen?

Die Anforderungen an ein Arranger-Keyboard können je nach Einsatzschwerpunkt sehr unterschiedlich ausfallen. Das drückt sich auch an der Modellvielfalt und der großen Preisspanne aus. Wir versuchen, Ihnen Orientierung beim Kauf zu geben und skizzieren grob typische Preisklassen.

Arranger-Keyboards für Ein- und Aufsteiger
(Foto: Shutterstock & Yamaha)

Keyboards bis etwa 150 Euro: Erster spielerischer Kontakt mit Musik und elektronischen Tasteninstrumenten. Der Spaßfaktor steht hier im Vordergrund, authentische Klangfarben stehen nicht im Fokus.

Keyboards bis etwa 500 Euro: In dieser Preisklasse findet man die typischen Schülerinstrumente für Einsteiger. Die Tasten haben schon Normalgröße, die Instrumente sind aber noch sehr leicht, damit sie der größere Nachwuchs auch schon mal selbst transportieren kann. Die Begleitautomatik ist meist einfacher gestaltet, die Polyfonie geringer als bei den großen Instrumenten. Lernfunktionen sollen die Motivation steigern. Die Klangfarben sind heute auf brauchbarem bis gutem Niveau.

Keyboards bis etwa 1200 Euro: Ambitionierte Einsteiger, die gleich in ein hochwertiges Instrument investieren wollen, und Aufsteiger finden bis etwa 1200 Euro schon Arranger-Keyboards mit vielen professionellen Funktionen. Die Style-Arrangements sind aufwändiger, es gibt mehr Klangfarben, und diese bestehen aus hochwertigeren Samples. Die Effektsek-tion ist potenter, wie auch die Lautsprecher. Zu Hause erlebt man vollen Klang und kann viele Jahre mit dem gebotenen Funktionsumfang arbeiten. Auch erwachsene Spieler orientieren sich mitunter an diesen Instrumenten, wenn der Funktions­umfang der Topinstrumente für das eigene Spielniveau zu groß oder der Preis ausschlaggebend ist. Die Anschlüsse der Instrumente in dieser Preisklasse ermöglichen den ersten Gang auf die Bühne. Viele dieser Instrumente lassen sich inzwischen nicht nur um zusätzliche Styles, sondern auch mit Klangfarben erweitern. Registrierfunktionen erlauben das schnelle Einstellen des Instruments.

Keyboards bis etwa 2700 Euro: In der gehobenen Mittelklasse findet man die idealen Instrumente für Heimspieler mit großer Sound- und Stylevielfalt. Bei vielen Herstellern steigt mit der Preisklasse die Qualität der Samples und Effekte, wodurch mehr Klangrealismus und Klangfülle erzielt wird. Die Lautsprechersysteme sind stärker, für den Bühnenmusiker aber auch abschaltbar. Einzelne Ins­trumente sind schon ganz auf Bühnen­musiker zugeschnitten – z.B. das Korg Pa3X Le, bei dem das Lautsprechersystem optional ist. Von der Topklasse unterscheiden sich die Instrumente zum Beispiel in der Speichertechnologie. Festplatten findet man regelmäßig erst bei den Spitzeninstrumenten. Auch der Erweiterungsspeicher für eigene Sounds und Styles fällt kleiner aus. Die Spitzeninstrumente können oft auch mehr Live-Parts wiedergeben. Während bei den
MIDI-Recording-Funktionen auch die günstigen Instrumente schon stark sind, kommen in der Mittelklasse Audio-Recording-Fähigkeiten dazu, die in der Topklasse bis zum Mehrspur-Audio-Recorder reichen können. Unterschiede zwischen Top-Kategorie und oberer Mittelklasse findet man auch bei den Anschlüssen und der Haptik. Spitzenmodelle sind meist robuster und haben hochwertigere Tastaturen. Das heißt jedoch nicht, dass sich die Mittelklasse verstecken müsste.

Abonnenten lesen mehr

Als tastenwelt-Abonnent können Sie sich in der Spalte rechts einloggen und diesen Beitrag in voller Länge online lesen. Als Benutzernamen geben Sie Ihre Abonummer, als Passwort Ihre PLZ ein. Beide Angaben finden Sie auf dem Adressaufkleber Ihrer tastenwelt-Ausgaben.

Noch kein kein tastenwelt-Abonnent? Abo jetzt bestellen!