Kleines Lichtlexikon

Unser kleines Lichtlexikon erklärt Ihnen die zentralen begriffe, die Sie rund ums Bühnenlicht kennen sollten, denn Bühnenlicht ist zentraler Bestandteil einer gelungenen Show - auch und gerade in der Unterhaltungsmusik.

Kleines Lichtlexikon
Lichtstimmung von acht Moving Heads: Showtec Phantom 50. (Foto: Highlite/Showtec)
  • DMX: Schnittstelle zwischen Lampen und Lichtpult. Um das Licht optimal zu steuern, empfiehlt sich immer ein DMX-Anschluss. In der Regel sollten alle Lampen jeweils einen DMX-Eingang und einen DMX-Ausgang besitzen. Alle vorhandenen Lichteffekte und Strahler werden über DMX an das Lichtpult angeschlossen. Jede Lampe bzw. Lampengruppe lässt sich über einen separaten Kanal regeln; die Kabelwege können lang gestaltet sein. Ein einziges XLR-Kabel pro Lichtseite genügt, um alles zu regeln oder zu bewegen.
  • Flood/Wash: „Lichtfluter“ sind meist rechteckige Strahler ohne Linsen, die ein helles, nicht punktgerichtetes Licht erzeugen. Sie werden eingesetzt, um Flächen (auf der Bühne oder im Publikum) auszuleuchten. Gegenspieler ist der Spot. Alle Strahler werden grob in die Kategorien Spot oder Wash einsortiert.
  • Laser: Mit einem Laser können ganze Bilder projiziert werden. Das Laser-Licht ist sehr intensiv und auch nicht ganz ungefährlich. Bei der Handhabung sind bestimmte Regeln strikt einzuhalten. Es gibt inzwischen eine ganze Anzahl kleiner „Party-Laser“, die einfache Bilder und Muster im Takt der Musik animieren. Auf kleineren Bühnen kann das mitunter attraktive Akzente setzen. Der Einsatz stärkerer Laser-Anlagen muss gut geplant sein und erfordert einen Sachkundenachweis.
  • LED: Prinzipiell bringt die LED-Technik heute große Vorteile. Auf kleinstem Raum kann je nach Bestückung entsprechend helles Licht erzeugt werden, das gleichzeitig alle Farbmischungen erlaubt. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Produkte in Anzahl, Größe und Lichtstärke der LEDs. Beachten Sie also: LED ist nicht gleich LED. In der Lichtausbeute gibt es da enorme Unterschiede. Der Stromverbrauch ist minimal, ebenso die Wärmeabstrahlung. Gerade letztere kann sonst auf kleinen Bühnen ein unangenehmer Faktor sein.
  • Moving-Head: Darunter versteht man eine Lichtquelle, die sich komplett in alle Richtungen drehen lässt; jeder Winkel ist möglich.
  • PAR: Eine traditionelle Bauform für Lampen stellen die PAR-Scheinwerfer dar. Die zylinderförmigen Lampen gibt es je nach Lichtstärke in unterschiedlichen Längen und Durchmessern. Sie werden entweder fix an Traversen oder auf Lichtstative montiert, können aber ebenso in LED-Ausführung beliebige Farben zeigen; klassische PAR-Scheinwerfer strahlen dagegen nur weißes Licht ab, das sich mittels Farbfilter e infärben lässt.
  • Scanner: Bei einem Scanner wird eine Lichtquelle auf einen beweglichen Spiegel geleitet. Ein Scanner kann die unterschiedlichsten Bildmuster erzeugen. Scanner werden besonders gerne in Verbindung mit Nebel eingesetzt.
  • Spot: Erzeugt ein kegelförmiges Licht und eignet sich gut, um einen Akteur gezielt in Szene zu setzen.