Korg Pa4X Musikant im Test: Arranger-Workstation als Stimmungsmacher

Instrumente, speziell für Unterhaltungsmusik im deutschsprachigen Raum, bietet Korg mit dem Beinamen Musikant. Nun ist das neue Spitzenmodell Pa4X Musikant erhältlich und muss auch gleich im Praxistest beweisen, was die neue Klangerzeugung zu leisten vermag. Doch damit nicht genug.

Sounds und Styles für Unterhaltungs­musik im deutschsprachigen Raum sind die Spezialität der Arranger-Workstation Korg Pa4X Musikant. (Foto: Korg & Shutterstock)

Eine Arranger-Workstation für Entertainment-Musik in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet Korg mit dem Pa4X Musikant. Acht Jahre sind vergangenen, seit die Musikant-Idee erstmals aufkam. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass Zielgruppen und deren Vorlieben auf der ganzen Welt unterschiedlich sind. Bietet man diesen Zielgruppen Instrumente, die auf die jeweilige Region und die dort üblichen Anwendungen zugeschnitten sind, hat man potenziell bessere Marktchancen. Für viele Arranger-Keyboards bietet Korg deshalb die so genannte Musikant-Software an, die dem deutschsprachigen Unterhaltungsmusiker eigene Sounds und Styles zur Verfügung stellt. Beim Topmodell Pa4X geht Korg einen Schritt weiter: Korg Pa4X Musikant ist ein eigenes Instrument, bei dem nicht nur lokal angepasste bzw. ergänzte Sounds und Styles zum Einsatz kommen, auch das Gehäuse ist weitgehend deutsch beschriftet. Außerdem ist beim Pa4X Musikant neben der 76-Tasten-Version auch das 61-Tasten-Keyboard ab Werk mit einer 500 GB großen Festplatte ausgestattet. Was die aktuelle Top-Arranger-Workstation von Korg sonst noch auszeichnet, haben wir für Sie getestet.

Outfit

Die Farbe macht den Unterschied: Während die internationale Ausgabe des Pa4X mit einer schwarzen Oberseite, einer rotbraunen Unterseite und silbernen Seitenteilen kommt, ist die Oberfläche des Pa4X Musikant in einem dunklen Silberton gehalten, die Unterseite schwarz und die Seitenteile in hellem Silber. Die Design-Nähe zum Vorgänger Pa3X Musikant ist vor allem bei der Gehäuseform augenscheinlich. Bei Anzahl und Anordnung der Bedien­elemente hat sich wenig verändert: Volume- und Balance-Regler sind nun Drehpotis und keine Schieberegler mehr, die Anzahl der Style-Kategorien wurde verändert, auch die Anzahl und vor allem die Anordnung der Keyboard-Set-Kategorien. Früher hießen diese noch Performances. Die inhaltlichen Änderungen dabei beschreiben wir weiter unten. Der Hilfe-Taster des Vorgängerinstruments ist beim Pa4X International und Musikant verschwunden und mit ihm leider auch die integrierte Hilfe-Funktion.

An der Gehäuseunterseite lässt sich der optionale Korg-Ständer (107 Euro) anschrauben, an der Rückseite das PaAS-Lautsprechersystem (594 Euro) anstecken. Beides kennt man, beides hat sich bewährt. Besonders das Stecksystem des PaAS hat bereits beim Pa3X überzeugt und erlaubt den schnellen Umbau vom reinen Bühneninstrument zum wohnzimmertauglichen Arranger-Keyboard.

Anschluss findet man nicht nur an der Rückseite: Vorne links sitzt die obligatorische Kopfhörerbuchse, rechts in die Oberfläche eingelassen ist eine USB-Host-Buchse für Speichersticks. Rückseitig findet man die Audio-Ein-/Ausgänge. Für Mikrofone steht eine Kombibuchse bereit, die auch Phantomspannung abgeben kann. Der Gain-Regler sitzt direkt daneben, die übrigen Drehregler für Mikrofon-Parameter findet man rechts auf der Oberseite des Keyboards. Für Line-Signale gibt es zwei Klinkenbuchsen und einen Stereo-Miniklinkenanschluss. Korg typisch sind die vier Line-Ausgänge mit Left, Right, 1 und 2 beschriftet. Was aus welchem Ausgang ausgespielt wird, lässt sich im Menü detailliert einstellen. Für Pedale gibt es einerseits zwei Klinkenbuchsen (Damper und Assignable) und eine Multipin-Buchse für das Multifunktionspedal EC5. Nicht fehlen dürfen außerdem das MIDI-Trio, eine USB-Host- und eine USB-Device-Buchse. Den koaxialen Digitalausgang des Pa3X Musikant gibt es nicht mehr, der dort optionale Video-Ausgang ist beim Pa4X Musikant dafür Standard. Erste Leser bemängelten bereits in der Redaktion, dass der eingesetzte Composite-Anschluss nicht mehr zeitgemäß sei. Hinter einer Abdeckung findet man die Batterie für den Pufferspeicher und einen microSD-Kartenschacht. Über diese Speicherkarten lässt sich der Festplattenspeicher ergänzen.

Audio-Demos zum Korg Pa4X

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