Michael Jacksons Synthesizer-Hit 'Thriller' bleibt ein Halloween-Favorit

Im November dieses Jahres jährt sich zum 35. Mal die Veröffentlichung von Michael Jacksons "Thriller ". Der Titeltrack des Albums steigt zu dieser Jahreszeit in der Popularität an und wird auf Spotify Playlisten für Halloween-Partys, sowohl beiläufig als auch formell, zu einem Klassiker. Das Lied ist zum Synonym für Ende Oktober geworden, genauso wie Kostüme und Süßigkeiten.

Die Geschichte von "Thriller" begann, wie die meisten Platten das taten, mit einem Produzenten und einem Musiker. Nachdem er sich von der Jackson 5 getrennt und ein paar erfolgreiche Soloalben hinter sich hatte, machten sich Michael Jackson und Produzent Quincy Jones daran, eine Platte zu machen, die Jackson zum Mega-Popstar machen sollte.

Mit den typischen Hits wie "Billie Jean" und "Beat It" hat Jackson die Texte der Liebe - unerwidert und unwillkommen - mit allen Synthesizermelodien und eingängigen Drum-Machine-Beats, die den Sound der 80er Jahre prägten, verschmolzen. "Thriller" war ein kommerzieller Erfolg und bleibt wahrscheinlich das meistverkaufte Album aller Zeiten.

Aber die Frage bleibt: Warum ist der vierte Track auf einem erfolgreichen Pop-Album zum Halloween-Kult gewordden? Es ist wirklich ein Zusammenfluss vieler Faktoren. "Thriller" von Temperton hat gruselige Legenden, die auf viele Horrorfilmtrophäen anspielen, darunter' kriechende Kreaturen' und' knallende Türen'. Eigentlich hört der Zuhörer als Erstes eine knarrende Tür, langsame, bedrohliche Schritte, den Crash des Donners und einen heulenden Hund. Danach baut sich der Synthesizer auf, bis er zum Haupmotiv dieses Songs ausbricht.

Die Bassline gibt dem Zuhörer die Möglichkeit, Atem zu schnappen, wenn Jackson die erste Strophe beginnt. Er erzählt von der Erfahrung, ängstlich zu werden. Etwas ist nicht normal . Man sieht einen Anblick, der sein Herz fast zum Stehen bringt. Es versetzt den Zuhörer direkt in einen Horrorfilm.

Nach ein paar weiteren Strophen der Chöre überlässt Jackson das Mikro Vincent Price, ein Horrorfilm-Veteran und Freund von Quincys damaliger Ehefrau, der ein klirrendes Rezitieren eines Edgar Allen Poe-esken Gothic-Gedichtes - das ebenfalls von Temperton geschrieben wurde - vorträgt. Unterstützt von Orgel-Instrumentalstücken ist die Erzählung wieder etwas, das den Leser aus der schlichten "hörenden" Facette herausholt und ihn in eine Gänsehaut erzeugende Erfahrung verwandelt.

Dieses Abenteuer wird in dem folgenden Musikvideo erwähnt, das ein knappes Jahr nach Erscheinen der Platte veröffentlicht wurde. Nachdem Jackson den Film "Ein amerikanischer Werwolf in London" gesehen hatte, setzte er sich mit dem Regisseur John Landis in Verbindung, um über die Möglichkeit zu sprechen, ein Musikvideo für "Thriller" zu inszenieren. Landis wurde akzeptiert, ebenso wie der 14-minütige Kurzfilm "Michael Jackson's Thriller", der sich in ein Stück Popmusikgeschichte verwandelte.

Das Video schneidet dann zu Jackson. Als sie vom Theater nach Hause gehen, greifen Zombies an und brechen in den legendären "Thriller" -Tanz aus.

Der Film war für einen Academy Award nominiert und gewann drei MTV Video Music Awards, darunter den' Best Choreography' Preis. Michael Jackson's Thriller "ist bahnbrechend und verleiht dem Hit eine visuelle Dynamik, die bis heute als einer der bekanntesten Filme aller Zeiten gilt".

Michael Jacksons "Thriller" ist nach wie vor auf die moderne Popkultur anwendbar. Der erstaunliche Synthie-Pop von Michael Jackson bringt immer noch jeden dazu, in Tanz auszubrechen. Wie Price selbst sagt, bevor er ausbricht, lacht er:"Dein Körper fängt an zu zittern / Denn kein Sterblicher kann widerstehen/ Das Böse des Thrillers."