Nord Stage 2 EX im Test: Mehr Piano

Clavia hat sein Stagepiano Nord Stage 2 aufgerüstet: Als Nord Stage 2 EX kommt das Bühnenflaggschiff mit einem Gigabyte Speicher für Pianosounds, und die Variante HP76 wartet mit neuer Tastatur auf. Der Test zeigt außerdem, wie überzeugend die Sounds der neuen Piano Library rüberkommen.

Nord Stage 2 EX 88
Mit dem Nord Stage 2 EX erweitert Clavia die Leistungsfähigkeit seines Stagepiano-Bühnenflaggschiffs. (Foto: Clavia/Nord)

Das Produktkonzept überzeugt Bühnen-Keyboarder bereits seit Jahren: Das Stagepiano Nord Stage bietet drei getrennte Klangerzeugungseinheiten: Piano, Orgel und Synthesizer. Die Pianos basieren auf Samples, die Orgelsounds auf Physical Modeling. In der Synthesizer-Sektion findet man dagegen beides: Die Sounds basieren auf Virtual Analog Modeling, man kann hier aber auch Sounds aus der Nord Sample Library abfeuern. Das aktuelle Nord Stage 2 EX bleibt diesem Konzept treu. Verändert haben sich gegenüber dem Vorgänger lediglich Details; wie die sich auf die Praxis auswirken, haben wir als Testaufgabe gestellt.

Das Nord Stage 2 EX kommt mit der aktuellen Nord Piano Library und der Sample Library. Die Sounds finden über Software und USB-Verbindung den Weg ins Instrument. Die Library wird regelmäßig gepflegt und enthält auch reduzierte Versionen umfangreicher Sample-Instrumente, so dass man mit dem Speicher bestmöglich haushalten und auch zukünftig mit neuen (Gratis-)Klängen für sein Ins­trument rechnen kann.

Outfit

Die Bedienelemente des Stagepianos sind optisch in Funktionsbereichen gruppiert. Alle wichtigen Einstellungen sind direkt über LEDs ablesbar. Jeder Funktion ist ein eigenes Bedienelement zugewiesen, und bis auf die Navigationstaster im Bereich der Programmwahl gibt es hier so gut wie keine Mehrfachbelegungen.

Das mittlere Modell der Reihe, das Nord Stage 2 EX HP76, wartet mit einer neuen Portable-Hammerklaviatur auf. Mit gewichtsreduzierter Hammermechanik bringt das Testgerät lediglich 12,5 kg bei 76 Tasten auf die Waage. Die Tastatur vermittelt dabei das ausgewogene Spielgefühl einer gewichteten Klaviatur. Lediglich das Repetitionsverhalten der schwarzen Tasten zeigt sich im Test etwas träge. Außerdem erhältlich sind noch das Nord Stage 2 EX 88 mit klassischer Hammermechanik-Tastatur und das Nord Stage 2 EX Compact mit 73 halbgewichteten Tasten.

Die Rückseite des roten Charakterinstruments bietet vier unsymmetrische Einzelausgänge, einen Kopfhörerausgang und einen Line-Eingang (Mini­klin­ke) für Zuspielgeräte. Der MIDI-Kommunikation dienen ein MIDI-Duo und USB. Zudem finden je zwei Schweller- und Schaltpedale Anschluss, zwei davon mehr oder weniger fest der Lautstärke- und Leslie-Steuerung der Orgelsektion zugewiesen. Der Sustain-Anschluss akzeptiert ein optionales Dreifachpedal zur Kontrolle der Pianosounds. Das zweite Schwellerpedal kann als Modulator auf verschiedene Klangparameter wirken. Als Spielhilfen gibt es daneben ein Modulationsrad und die für Nord typische Pitchbend-Wippe. Ersteres kann auch andere Parameter adressieren, ebenso wie der Channel-Aftertouch der Klaviatur. Ein zusätzlicher Drehregler steht als frei belegbarer Controller für externe Instrumente zur Verfügung.

Audio-Demos zum Nord Stage 2 EX

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