Roger Cicero ist tot

Der Jazzmusiker Roger Cicero starb mit 45 Jahren an den Folgen eines Hirninfarkts.

Bild zur geplanten Tournee: Roger "Cicero sings Sinatra" (Foto: Andreas Richter)

Laut Auskunft seines Managements ist der Jazzsänger Roger Cicero bereits vergangenen Donnerstag im Alter von nur 45 Jahren verstorben. Wie verschiedenen Quellen zu entnehmen ist, traten bei dem Sänger nach einem Live-Auftritt im Bayerischen Rundfunk am 18. März akute neurologische Symptome als Folge eines Hirninfarkts auf, die zu seiner Einweisung ins Krankenhaus führten. Nachdem sich sein Zustand im Laufe von Tagen rapide verschlechtert hatte, starb der Sänger am 24. März.

Roger Cicero hatte bereits im vergangenen Jahr mit gesundheitlichen Problemen, wohl aufgrund eines Erschöpfungssyndroms, zu kämpfen. Dies führte dazu, dass er die für den 27.11.2015 geplante Veröffentlichung seines Albums „Cicero Sings Sinatra“ inklusive der damit verbundenen Interviews und TV-Termine absagen musste. Im Anschluss daran nahm sich Cicero eine Auszeit.

Die Tour zur CD hätte am 7. April starten sollen, zeitgleich mit der Musikmesse in Frankfurt. Für den Vorabend der Tournee-Premiere wollte der Künstler mit seiner Bigband ein einstündiges, exklusives Konzert im Gibson Club in Frankfurt geben. Das reguläre Konzert am Folgetag hätte in der Alten Oper in Frankfurt stattgefunden und war bis auf wenige Tickets ausverkauft.

Mit Roger Cicero verliert Deutschland einen der profiliertesten Jazzinterpreten, der auch bei seinen Ausflügen in die Popmusik immer er selbst blieb. Auch sein Vater Eugen Cicero, einer der bekanntesten deutschen Jazzpianisten, war übrigens früh gestorben – mit 57 Jahren, ebenfalls an den Folgen eines Gehirnschlags.