Special: Wie Sie die Stimme fit halten

Die Stimme braucht Pflege, denn Singen ist anstrengend – erst recht in der Wintersaison, wenn Karneval, Apres-Ski-Gigs und der saisonale Schnupfen dem Körper zusetzen. Im diesem Beitrag geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Stimme fit halten.

Sängerin mit Mikrofon
Der Schlüssel zum richtigen Singen ist der Einsatz des Zwerchfells. Wie Sie Ihre Stimme sonst noch fit halten, ist Thema dieses Beitrags. (Foto: Shutterstock)

Singen kann schwere Arbeit sein – besonders, wenn es an der richtigen Technik fehlt. Von Heiserkeit bis zu ernsten Erkrankungen des Stimmapparats kann dann vieles passieren. Wichtig ist, sensibel auf den eigenen Körper zu hören und einige Tipps zu beherzigen, mit denen die Stimme gesund bleiben kann. So schafft man es dann auch als Tanzmusiker, am Ende des Karnevals und der Après-Ski-Saison noch gut bei Stimme zu sein.

Wodurch Heiserkeit entsteht, sind sich die Fach­leute heute einig: Durch eine Reizung der Kehlkopfschleimhaut und der Stimmbänder kommt es zu Muskelverspannungen. Folge: Die Stimmlippen schließen nicht mehr präzise. Dadurch entstehen Luftturbulenzen, die beim Singen oder Sprechen zu den typischen Erscheinungen der Heiserkeit führen. Wie kommt es aber zu dieser Reizung? Neben Infekten ist meist eine Überlastung durch falsche Gesangs- oder Sprechtechnik für die Reizung der Stimmbänder verantwortlich.

Oft wird mit zu viel Luftverbrauch gesungen, da man glaubt, dadurch mehr Kontrolle über die Stimme zu haben. „Das Gegenteil ist der Fall“, warnte Gesangscoach Don Newby schon in einem früheren tastenwelt-Interview. „Zu viel Luft ist wie ein rauer Wind, der an den Stimmbändern vorbeisaust und diese austrocknet.“ Wird die Luft beim Singen nicht mit kontrolliertem Druck durch das Zwerchfell aus den Lungen gepresst, ist das für die Stimmbänder nicht besser: „Fehlt diese Stütze, versucht man automatisch den Luftdruck durch Anspannen der Muskeln im Hals zu regulieren“, erklärt Newby. Die Anspannung im Hals führt wiederum zu verkrampftem Singen und Heiserkeit.

Der Schlüssel zum richtigen Singen ist der Einsatz des Zwerchfells. Vor allem Männer haben aber Probleme zwischen dem Einsatz des Zwerchfells und der Bauchmuskulatur zu unterscheiden. Hier helfen Atemübungen, die man im Gesangsunterricht, in Workshops und bedingt auch durch Lehr- und Übungsbücher wie „Vocal Practice“ von Annette Marquardt lernen kann. Beim Selbststudium fehlt natürlich das Feedback eines Profis, der auf Fehler aufmerksam machen kann. Weshalb das Training? Angespannte Bauchmuskeln verhindern eine freie Bewegung des Zwerchfells und damit auch ein gesundes Singen.

Tipp: Wann zum Arzt?

Heiserkeit ist nicht nur störend, sondern kann zu ernsthaften Schädigungen des Stimmapparats führen. In folgenden Fällen sollten Sie unbedingt professionelle Hilfe (Phoniater) in Anspruch nehmen, um Ihre Stimme dauerhaft zu erhalten:

 

  • Heiserkeit klingt immer erst nach einigen Tagen ab
  • Räusperzwang
  • Gefühl, permanent mehr Schleim im Mund zu haben (Folge: Räuspern)
  • Töne werden beim Singen nicht mehr richtig getroffen

10 Tipps für fitte Stimmen

  • Viel Wasser trinken
  • Stress meiden, da dieser schnell zu Verspannungen führt
  • Nicht mit der Stimme gegen Lärm ankämpfen
  • Ruhepausen einhalten
  • Wählen Sie Stücke in Ihrer Stimmlage aus
  • Einsingen macht die Stimme flexibler
  • Achten Sie auf einen lockeren Kiefer
  • Möglichst nicht rauchen
  • Milchprodukte vor einem Auftritt meiden (regen die Schleimproduktion an)
  • Scharfe Bonbons trocknen die Schleimhäute aus

Abonnenten lesen mehr

Als tastenwelt-Abonnent können Sie sich in der Spalte rechts einloggen und diesen Beitrag in voller Länge online lesen. Als Benutzernamen geben Sie Ihre Abonummer, als Passwort Ihre PLZ ein. Beide Angaben finden Sie auf dem Adressaufkleber Ihrer tastenwelt-Ausgaben.

Noch kein kein tastenwelt-Abonnent? Abo jetzt bestellen!