Steinberg mit neuer Notationssoftware: Notensatzprogramm Dorico ab sofort erhältlich

Steinberg hat sein Notensatzprogramm Dorico veröffentlicht. Die Notationssoftware wurde nach Herstellerangaben speziell dafür entwickelt, die Erstellung druckreifer Partituren einfach und effizient zu machen. Details wurden bei Launch-Events in London und Wien bekannt gegeben. Wir waren dabei.

Steinberg Dorico
Das Notensatzprogramm Steinberg Dorico ist als Vollversion, in einer vergünstigten Educational-Version und zeitlich limitiert als vergünstigte Cross-Grade-Version erhältlich.

Seit 19. Oktober 2016 bietet Steinberg sein Notensatzprogramm Dorico im eigenen Online-Shop zum Kauf an. Die Notationssoftware richtet sich laut Steinberg an professionelle und angehende Komponisten, Arrangeure und Musikverlage sowie an Musiklehrer und Dozenten. Vier Jahre lang wurde sie von einem erfahrenen Team aus Entwicklern und Notationsexperten entworfen und soll alle Anwender unterstützen, deren Passion das Schreiben von Musik und das Erstellen von Partituren ist. Product Marketing Manager Daniel Spreadbury erklärte beim Launch-Event der Software am 20. Oktober in der Vienna Synchron Stage, dass das Entwickler-Team nach etlichen Jahren Arbeit an einem anderen Notensatzprogramm nun die Chance gehabt habe, Problemfelder völlig neu zu denken und zukunftsweisende Lösungen zu finden. Das Entwicklerteam war nach dem Ausscheiden bei ihrem früheren Arbeitgeber von Steinberg übernommen worden. Für den Hersteller bot sich so die Chance, ein neues Produktsegment mit neuen Zielgruppen zu erschließen.

Dorico verfügt über ein Single-Window User Interface, das für eine optimale Arbeitsumgebung auf Laptops und Sudiorechnern sorgen soll. Das Programm bietet Tools für Notensatz und Seitenlayout, die das Erstellen von Partituren deutlich erleichtern sollen. Die grafische Darstellung soll auch feinste Details berücksichtigten und alle ästhetischen Ansprüche professioneller Notensetzer und Verlage erfüllen.

Dorico wurde von Grund auf für 64-Bit Multicore-Prozessoren entwickelt, wobei Displays mit hoher Pixeldichte und Auflösung bei der Entwicklung speziell berücksichtigt wurden. Die integrierte Steinberg Audio-Engine sowie die professionellen VST-Instrumente und -Effekte sollen dafür sorgen, dass Dorico nicht nur gut aussieht, sondern auch gut klingt.

Anthony Hughes, UI/UX Designer für Dorico sagt: „Musik ist das Herzstück unserer Design-Philosophie für Dorico. Wir wollten ein leistungsstarkes Werkzeug für Musiker erschaffen, das über eine eigene musikalische Intelligenz verfügt, logisch aufgebaut ist und sich optimal an Ihre persönlichen Vorlieben anpassen lässt.“

Steinbergs Product Marketing Manager Daniel Spreadbury kommentiert: „Die erste Version von Dorico in die Hände von Musikern weltweit zu geben, ist ein großer Moment für unser Team – und das ist nur der Anfang. Dorico ist bereits jetzt bemerkenswert leistungsfähig und wir werden auf diesem Fundament aufbauen, um es besser und besser zu machen.“

Die Vollversion des Notensatzprogramms Dorico ist für 579 Euro inklusive deutscher Mehrwertsteuer bei Steinberg-Fachhändlern und im Steinberg Online-Shop erhältlich. Der Education Preis für berechtigte Lehrer und Studenten beträgt 349 Euro, inklusive deutscher Mehrwertsteuer. Ein spezielles, zeitlich limitiertes Crossgrade Angebot für berechtigte Sibelius-, Finale- und Notion-User wird für 299 Euro inklusive deutscher Mehrwertsteuer angeboten.

Features im Überblick laut Herstellerangaben

  • Notensatz mit hoher Detailgenauigkeit
  • Flexible Noteneingabe und leistungsstarke Bearbeitungsfunktionen, inklusive der Möglichkeit, die Länge bestehender Noten einzugeben und zu ändern
  • Single Window Interface mit Direktzugriff auf alle Tools
  • Leistungsstarkes Partitur-Management für ein optimales Arbeiten mit mehreren unabhängigen Musikstücken in einem Projekt
  • Unbegrenzte Anzahl von Notenzeilen und Sätzen, Abschnitten und Musikstücken innerhalb eines Projekts
  • Einfaches Erstellen von Layouts für vollständige Partituren, Dirigierpartituren und Instrumentalstimmen mit separaten Einstellungen für Seitengröße, Notenzeilenabstand und Notensystem-Layout
  • Noteneingabe über Computer-Tastatur oder MIDI-Keyboard
  • Optimale Notenabstände mit optischem Kerning benachbarter Elemente, dichtem Default-Abstand und keinerlei rhythmischer Verzerrung
  • Import und Export von MusicXML, MIDI und Grafikformaten
  • Preisgekrönte 32-Bit Fließkomma Steinberg Audio-Engine mit bis zu 192 kHz Auflösung und flexiblem Routing für die Wiedergabe von virtuellen Instrumenten und Effekten
  • Kompatibel mit VST 3 Instrumenten und Effekten
  • Herausragende virtuelle Instrumente mit mehr als 1500 Sounds, inklusive HALion Sonic SE 2 Workstation und der kompletten HALion Symphonic Orchestra Library
  • High-End VST-Effektprozessoren, inklusive Channel Strip Module (Compressor, EQ, Limiter) und Faltungshall

Einen ersten Testbericht der Notationssoftware lesen Sie in tastenwelt-Ausgabe 1/2017.