Synthesizer Yamaha MX61 BK/BU/WH im Test: Bunte Klangvielfalt

Yamaha hat seine MX-Synthesizer-Serie erneuert. MX49 und MX61 sind in Schwarz, Blau und limitiert auch in Weiß erhältlich. Sie unterscheiden sich nur im Tastaturumfang und sollen erstklassige Motif-Sounds zum kleinen Preis verfügbar machen. Was geboten wird, haben wir für den Testbericht ausprobiert.

Die günstigen Einsteiger-Synthesizer der MX-Serie bietet Yamaha schon seit einigen Jahren an. Nun hat man diese Produktfamilie aufgefrischt: Neben neuen Designs wurden auch Detailverbesserungen am System vorgenommen. Stellvertretend haben wir einen MX61 BU (= blau) auf den Prüfstand gestellt. Weil sich die Varianten aber nur in der Farbe und MX49 und MX61 nur durch den Tastaturumfang unterscheiden, gelten die hier getrogffenen Aussagen für alle neuen Synthesizer der Serie.

Outfit

Den Yamaha MX61 kann man sich mal eben unter den Arm klemmen: mit 4,8 kg fällt er nicht ins Gewicht. Der kleinere MX49 bringt sogar nur 3,8 kg auf die Waage. Mit den optional erhältlichen Taschen kann man sich den Synthesizer auch auf den Rücken schnallen. Bemerkenswert ist aber nicht nur die geringe Masse, sondern auch die Optik der Instrumente. Die neuen MX-Synthesizer sind klassisch in Schwarz und außerdem in hell leuchtendem Blau erhältlich. Als limitierte Auflage sind zudem weiße Exemplare verfügbar.

Nicht verändert hat sich die Bedienoberfläche im Vergleich zur Vorgängerversion: Im Zentrum findet man ein zweizeiliges LC-Display, links daneben drei LED-Ziffern. Soundauswahl, Navigations-Buttons sowie Datenrad sind rechts angeordnet, einige Knöpfe für Systemfunktionen (wie z.B. Transpose oder Octave) und die vier programmierbaren Drehregler sitzen links. Links neben der Tastatur befinden sich Modulations- und Pitchbend-Rad, darüber der Volume-Regler.

Die 61 Tasten (49 beim MX49) sind anschlagdynamisch spielbar. Sie sind sehr leichtgängig und erlauben auch schnellste Läufe. Aftertouch wäre für Synthesizersounds immer wünschenswert, wird aber leider nicht geboten.

Die Anschlüsse sitzen an der Gehäuserückseite: Kopfhörerbuchse, Line-Ausgang (zweimal Klinke) und Stereo-Aux-Eingang (Miniklinke) sitzen dicht nebeneinander. Davon etwas abgesetzt sind Sustain- und Controller-Pedalanschluss zu finden. Außerdem an Bord: MIDI-in/out und zweimal USB. An der USB-to-Device-Buchse finden Speichermedien Anschluss.

Die USB-to-Host-Buchse erfüllt mehrere Aufgaben: Sie sorgt für die Verbindung zu Computern oder iOS-Geräten und kann neben MIDI- auch Audio-Daten übertragen. Die Sounds aus dem MX61 finden so den Weg in die DAW; es lassen sich aber auch die Sounds aus dem Computer über die Ausgänge des Synthesizers ausspielen. Beim Homerecording kann so ggf. ein extra Interface entfallen, beim Einsatz eines iPad-Klangerzeugers muss der Tablet-Computer nicht eigens an das Mischpult angeschlossen werden. Für den Einsatz am PC gibt’s eigene Treiber, an iOS-Geräten arbeitet der MX61 class compliant, kann also über einen Lightning-USB-Adapter direkt angeschlossen werden und arbeitet ohne weitere Treiberinstallation.

Sounds

Der AWM2-Klangerzeuger des MX61 erlaubt 128 polyfone Stimmen und ist 16fach multitimbral. Jedoch sind nur zwei dieser 16 Parts live spielbar, die übrigen adressiert man über MIDI. Der Klangfundus speist sich aus rund 166 MB Wellenformen und besteht aus 1106 Voices und 61 Drum-Kits. In diesen Presets enthalten sind die 128 GM-Sounds und ein GM-Drum-Kit. Außerdem stehen Speicherplätze für 128 User-Sounds und acht User-Drum-Kits bereit.

Jede Voice besteht aus vier Elementen: Oszillator, Filter, Amplitude und LFO. Der Hersteller sortiert seine Klänge in 16 Kategorien ein. In der Werbung betont Yamaha bei den Sounds die Herkunft aus der Motif-Workstation – und man kann diesen Voices der MX-Synthesizer in der Tat ein gutes Zeugnis ausstellen.

Videos zum Yamaha MX61 und zur iOS-App FM Essential

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