Test Dexibell Vivo H7: Geglückter Start der Digitalpianoserie

Mit Dexibell geht ein neuer Digitalpiano-Hersteller an den Start – mit frischen Design-Ideen und fundiertem Wissen zum Thema Klang­erzeugung. Als erstes von den insgesamt sechs neuen Modellen stellt sich das Home­piano-Flaggschiff H7 dem Praxistest.

Homepiano Dexibell Vivo H7

Nachdem Roland Europe in Italien 2014 die Pforten geschlossen hatte, nahmen ehemalige Mitarbeiter das Heft des Handelns selbst in die Hand und gründeten eine neue Firma. Nach etwas mehr als einem Jahr Entwicklungszeit präsentiert das Entwicklerteam unter Leitung von Luigi Bruti eine Produktfamilie mit sechs Digitalpianos für unterschiedliche Einsatzgebiete.

Die Vivo-Reihe besteht aus den Homepianos H7 und H3, zwei Portablen Instrumenten mit eingebauten Lautsprechern (P7/P3) und zwei Stagepianos ohne Soundsystem (S7/S3). Alle Instrumente verfügen über die gleiche Technik und unterscheiden sich nur in der Ausstattung, die sinnvoll auf das jeweilige Einsatzgebiet abgestimmt ist. Getestet haben wir das Homepiano H7, das mit der neuen Klangsynthese „T2L“ (True to Life), einer Kombination aus Sampling- und Modelling-Technologie, einen besonders natürlichen, realistischen Klavierklang verspricht.

Dexibell Vivo H7 Tastatur

Outfit

Die Italiener verstehen etwas von Design, das wird auf den ersten Blick deutlich. Mutig und erfrischend neu ist die Formensprache des H7 im Vergleich zur weit verbreiteten Konsolenbauweise der Mitbewerber. Elegante Rundungen prägen die massiven Seitenteile und den Tastaturdeckel mit Softclose-Mechanik, der über eine edle, aus gebürstetem Aluminium gefertigte Griffleiste verfügt. Auch die stabile Rückwand und die Pedaleinheit bieten ein geschlossenes, ansprechendes Bild.
Die Verarbeitung ist sehr gut, alle Materialien fühlen sich wertig und solide an. Fünf Farbvarianten stehen zur Auswahl: drei matte Oberflächen in Schwarz, Weiß und einem kräftigen Rot; zum Start der Serienproduktion sind die Modelle in Weiß und Schwarz auch mit edlem Hochglanzfinish erhältlich. Alle Instrumente sind deckend lackiert, auf die weitverbreitete und häufig etwas altmodisch wirkende Holzoptik wird verzichtet.

Zwei Mitten- und ein Basslautsprecher sind unter dem Spieltisch montiert. Rechts findet man einen USB-to-Host- und einen USB-to-Device-Anschluss; links gibt es einen Audio-Eingang (Miniklinke) und zwei Kopfhörerbuchsen (Miniklinke und Klinke). An der Rückseite finden sich zwei Audio-Ausgänge (R/L, 6,3 mm Klinke), der Netzanschluss und die Buchse für die Pedaleinheit.

Öffnet man den Deckel, der gleichzeitig als Notenständer dient, werden zwei Hochtonlautsprecher und eine Leiste sichtbar, die das Wegrutschen der Noten verhindert. Links von der Tastatur findet sich die Bedieneinheit mit einem vierzeiligen, grafischen OLED-Display. An der rechten Seite schaltet man das Gerät ein und kann man die Master-Lautstärke einstellen. Durch den gerundeten Klavierdeckel liegen die Noten nicht plan auf. Notenbücher stehen noch recht stabil, einzelne Notenblätter halten jedoch nur auf einer ebenen Unterlage.

Das Soundsystem des H7 bietet mit zweimal 56 Watt ordentlich Power und soll laut Hersteller den gleichen Schalldruck (113,6 dB) wie ein akustischer Flügel erzeugen. Fünf Lautsprecher sorgen für ein druckvolles, räumliches Klangbild. Zwei Hochtöner sind rechts und links oberhalb der Tastatur angeordnet. Ein Bass- und zwei Mitteltöner befinden sich mittig unterhalb der Tastatur in einer großen, separaten Box. Bei den hohen und tiefen Frequenzen sorgt das Soundsystem für einen klaren und definierten Klang, der Mittenbereich war für meinen Geschmack etwas näselnd. Doch hier kann der Master-Equa­lizer aber Abhilfe schaffen.

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