Test HK Audio LUCAS Nano 608i: Alles dabei

In der Kompakt-PA LUCAS Nano 608i von HK Audio kommt alles zusammen: starke Leistung, durchdachte Features und ein Digitalmixer mit iPad-Fernsteuerung. Der test zeigt, ob Musikern hier noch etwas fehlt zum Glück.

HK Audio LUCAS Nano 608i
Bei seiner Kompakt-PA LUCAS Nano 608i lässt HK Audio viel Liebe zum Detail spüren. (Foto: HK Audio)

Die Kompakt-PA-Systeme der LUCAS-Nano-Serie von HK Audio haben in der Vergangenheit schon für viel Aufsehen gesorgt. Im Fokus stand der smarte Gig, bei dem kleinere, wechselnde Musikerbesetzungen mit Keyboard, Gitarre und Gesang und ggf. weiteren akustischen Instrumenten meist ohne Drummer unterwegs sind. Um sich den wechselnden Auftrittsbedingungen anpassen zu können, ist ein flexibles, ebenso smartes Beschallungssystem nötig. Mit der LUCAS Nano 608i steht nun eine Kompakt-PA in den Startlöchern, für die das Attribut smart verstärkt zutrifft. Der Clou: In der Anlage steckt nun ein Digitalmischpult mit acht Kanälen und professionellen Funktionen, das sich über eine iPad-App fernsteuern lässt. Aber auch ohne ist der Einsatz dank Hardware-Bedienelementen natürlich schon möglich. Wie sich die All-in-one-PA in der Praxis schlägt, haben wir bei einem Besuch beim Hersteller überprüft.

Outfit

Am grundsätzlichen Konstruktionsprinzip hat HK Audio bei der LUCAS Nano 608i nichts geändert. Wie die Schwester-PAs LUCAS Nano 300 und 600 besteht die 608i aus einem Systemsubwoofer und zwei Satelliten-Lautsprechern. Zum Transport lassen sich die Topteile im Subwoofer versenken. Geschickt konstruierte Bügel schützen alle Komponenten und ermöglichen gleichzeitig den bequemen Transport. Bei einem Gesamtgewicht von etwas über 16 kg gelingt dieser auch einhändig.

Rund zwei Minuten dauert es, bis die komplette LUCAS Nano 608i aufgebaut ist. Das Easy-Click-System von HK Audio macht es möglich. Dabei werden die Komponenten durch Ineinanderschieben mechanisch und elektrisch verbunden. Auf diese Weise kann man die beiden Topteile zu einem Mini-Säulenelement kombinieren. Dieses findet entweder auf einer Distanzstange Platz (einstellbare Höhe zwischen 83 und 137 cm) oder wird ebenfalls per Easy Click auf den Subwoofer gesteckt. Neben diesem Mono-Betrieb ist mit einer einzelnen Kompakt-PA auch der Stereo-Einsatz möglich: Dazu montiert man die Satelliten getrennt auf Boxen- oder Mikrofonstative. Nun kommen natürlich Kabel zur elektrischen Verbindung zum Einsatz. Für größere Einsätze können zwei LUCAS-Nano-Systeme zu einem so genannten Twin-Stereo-Setup gekoppelt und mit doppelter Leistung und doppelter Kanalzahl verwendet werden.

HK Audio LUCAS Nano 608i 3D
Der 10-Zoll-Speaker des Subwoofers sitzt in einem Kunststoffgehäuse mit speziell berechneten Metallverstrebungen zur Optimierung der Schwingungswerte. (Foto: HK Audio)

Viel Know-how wurde investiert in die Konstruk­tion der Topteile: Trotz der kompakten Abmessungen von 14,5 x 14,5 x 13,5 cm werkeln darin ein 4,5-Zoll-Breitbandlautsprecher und ein koaxial davor angeordneter 1-Zoll-Hochtontreiber, dessen Schall durch ein spezielles Lamellensystem nach außen geleitet wird. Dieser so genannte „Multicell Transformer“ vereint akustische Qualitäten eines rund 30 cm tiefen CD-Horns und erlaubt gleichzeitig das Stacking zweier Topteile. Die Lamellenanordnung ermöglicht einen vertikalen Abstrahlwinkel von 10 Grad nach oben und 45 Grad nach unten. Zum Topteil-Array montiert, ergibt sich laut HK Audio ein vertikaler Abstrahlwinkel mit jeweils 15 Grad nach oben und unten. Die Schallenergie beider Satelliten wird dabei gebündelt und trägt weiter als im Einzelbetrieb. Der horizontale Abstrahlwinkel beträgt 90 Grad.

Der 10-Zoll-Basslautsprecher des Subwoofers sitzt in einem kompakten Kunststoffgehäuse. Die Schwingungszentren des Gehäuses wurden aufwändig analysiert und die Konstruktion durch speziell berechnete Metallverstrebungen versteift. Durch dieses sogenannte Anti-Resonance-Bracing, freuen sich die HK-Audio-Entwickler, würden bessere Schwingungswerte erreicht, als bei einem Holzgehäuse. Es wird also weniger Schallenergie in Gehäusevibrationen umgesetzt, trotzdem bleibt noch genügend Platz für die eingebaute Mixer- und Verstärker-Elektronik.

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