HK Audio Premium Pro 10 XD & 210 SUB A: Stärker denn je

HK Audio hat seine Aktivboxenserie Premium Pro erneuert. Die neuen Mitglieder erkennt man am D in der Produktbezeichnung und an deutlich stärkeren Leistungsdaten. Die Premium Pro 10 XD vertritt die neue Boxen-Generation im Test in Kombination mit dem Subwoofer Premium Pro 210 SUB A.

Über 150.000 verkaufte Premium-Pro-Systeme allein in Europa sprechen für den Erfolg der Aktivboxenserie bei Musikern und Beschallern: Nun hat HK Audio die Lautsprecherfamilie erneuert und den neuen Modellen auch die neueste technische Ausstattung mitgegeben. In der Produktbezeichnung schlägt sich dies durch ein einfaches D nieder – für digitale Kontrolle und Class-D-Endstufen – in der Praxis durch ein deutliches Plus an Leistung. Was es sonst noch zu entdecken gibt, haben wir im Praxistest ausprobiert. Hier vertritt die Premium Pro 10 XD die neue Generation.

Die Box lässt sich fullrange zur Saalbeschallung oder als Bühnenmonitor einsetzen. Für einige Aufgaben wurde sie mit dem Aktivsubwoofer Premium Pro 210 SUB A kombiniert, der schon länger im Programm ist. Das Setup im Test war dann ein 2.1-System aus einem Subwoofer mit je einem Topteil links und rechts. Es ist aber auch der Betrieb als kompaktes Halfstack mit je einem Subwoofer und einem Topteil pro Seite möglich. 

Outfit

Der fahrende Musiker freut sich: Die Premium Pro 10 XD bringt nur 13,2 kg auf die Waage und macht dadurch den Aufbau sehr leicht – gerade beim Heben auf Distanzstange oder Boxenstativ. Zwei Distanzstangen mit M20-Gewinde sowie zwei drei Meter lange XLR-Kabel, alles fein säuberlich verpackt in einer erfreulich robusten Kunststoff-Tragetasche, gibt es übrigens als optionales Zubehör-Set für den Aufbau eines Halfstack-Systems. Mit diesen Distanzstangen lässt sich der Lautsprecher Pro 10 XD sicher und stabil direkt auf dem Subwoofer montieren. Für den Fullrange-Einsatz der Mittel-/Hochton-Lautsprecher oder für ein 2.1-System (mit einem Subwoofer) bietet HK Audio auch stabile Lautsprecherstative, paarweise mit passender Tragetasche, als Zubehör an. Um die Lautsprecher beim Transport zu schützen, gibt es außerdem passende gepolsterte Schutzhüllen, die auch am Lautsprecher verbleiben können, da die Front durch einen Reißverschluss geöffnet und weggeklappt werden kann.

Das 34 x 49 x 29 cm große Multiplexgehäuse der Premium Pro 10 XD ist mit schwarzem Acryllack beschichtet. Am Boden und der abgeschrägten Seite (für den Einsatz als Bodenmonitor) sind Gummifüße für rutschfesten Stand und etwas Schallentkopplung montiert. Nicht fehlen darf bei HK-Audio-Boxen der Duo-Tilt-Flansch an der Unterseite: Je nachdem, welches Loch man beim Aufstecken auf den Boxenständer benutzt, neigt sich die Lautsprecherfront um drei Grad oder um sieben Grad nach unten. Welche Einstellung die bessere ist, entscheiden die Höhe der Lautsprecher und die Entfernung zum Publikum. An dem in der Oberseite eingelassenen Griff lässt sich die Aktivbox bequem mit einer Hand tragen. Die Lautsprecherfront ist durch ein Metallgitter und Akustik-Schaumstoff sehr gut geschützt. Alle Anschlüsse und Bedienelemente sind übersichtlich in einem an der Rückseite des Lautsprechers eingelassenen Panel zusammengefasst.

Technik

Die neue Premium Pro 10 XD ist mit einem 10 Zoll großen Tief-/Mittelton-Lautsprecher und einem 1-Zoll-Hochtontreiber plus CD-Horn für breite Abstrahlung (90 Grad mal 55 Grad) ausgestattet. Da die Trennfrequenz zum Hochtonhorn mit 2.500 Hz relativ hoch liegt, wird der gesamte Mittenbereich vom 10-Zoll-Lautsprecher übernommen, was einen offenen und transparenten Klang mit guten Spracheigenschaften erwarten lässt.

Jeder Lautsprecher hat seinen eigenen Class-D-Verstärker mit neuester DSP-Technologie, und auch bei der Verstärkerleistung wurde nicht gegeizt: 1.200 Watt maximale Gesamtleistung sind für einen Lautsprecher dieser Größenordnung beachtlich. Um die Lautsprecher vor Schaden zu bewahren, hat man, getrennt für beide Treiber, einen Peak- und RMS-Sound-Limiter eingebaut, der das Übersteuern durch ein zu starkes Eingangssignal verhindert. 

Zum optimalen Anpassen der Aktivbox auf das jeweilige Einsatzgebiet wurde eine einfach zu bedienende Klangregelung integriert. Der Tone-Drehregler steuert dabei die Intensität der voreingestellten Equalizer-Einstellungen: Drehen nach links (Musik) bedeutet eine leichte Absenkung der Mitten, Drehen nach rechts (Sprache) bringt eine Absenkung der Bässe durch ein Highpass-Filter. Ein zusätzlicher Schalter unterhalb des Drehreglers bietet die Möglichkeit, mit einem Bass-Boost die tiefen Frequenzen anzuheben, wenn der Lautsprecher ohne Subwoofer betrieben wird.

Die Eingangssektion ist mit einer Kombibuchse für XLR- und Klinkenkabel ausgestattet und verarbeitet sowohl Mikrofon- als auch Line-Pegel. Ersteres ist interessant, wenn man nur einfachste Sprachanwendungen ohne weiteres Equipment realisieren will. Musiker werden eher ein Mischpult einsetzen und die Boxen mit Line-Pegel-Signalen beschicken. Die Eingangsempfindlichkeit wird per Wahlschalter (Mic/Line) eingestellt.

Eine XLR-Buchse ist parallel zum Signaleingang geschaltet, um das Signal an andere Lautsprecher weiterleiten zu können. Eine Status-LED gibt Aufschluss über den jeweiligen Betriebszustand des Systems: Leuchtet die LED grün, ist das System betriebsbereit. Ein kurzzeitig rotes Aufleuchten zeigt an, dass der Grenzbereich erreicht ist und der Limiter bereits bei Signalspitzen zu arbeiten beginnt. Leuchtet die LED während der Programm-Wiedergabe permanent rot, ist das Eingangssignal zu stark und muss zum Beispiel über den Gain-Regler reduziert werden. Leuchtet die LED rot, obwohl kein Signal anliegt, hat das System einen Fehler. Mit dem Schalter unterhalb der Status-LED lässt sich eine automatische Standby-Funktion aktivieren, dank derer die Verstärker in dem Fall automatisch abgeschaltet werden, wenn über einen Zeitraum von über vier Stunden kein Signal empfangen wird.

Die Premium-Pro-Familie

Durch die fünf neuen D-Modelle (10 XD, 12 D, 12 XD, 15 D und 15 XD) ist die Premium-Pro-Familie inzwischen auf 21 Mitglieder angewachsen. Allen gemeinsam ist das robuste Multiplex-Gehäuse und das Design. Modelle ohne Buchstaben-Zusatz sind Passivboxen, ein A signalisiert bei den etwas älteren Modellen eingebaute Verstärkertechnik mit 600 Watt Leistung. Das D der Neuen steht dagegen für Class-D-Endstufen mit 1.200 Watt Leistung. Kommt ein M in der Bezeichnung vor, handelt es sich um Bühnenmonitore, ein X steht für eine Box mit Multifunktionsgehäuse. Tieftonunterstützung gibt’s durch zwei Subwoofer-Größen – entweder mit Doppel-10er-Bass oder 18-Zoll-Treiber. Die Varianten 210 S und 18 S sind Passiv-Subwoofer, 210 Sub A und 18 Sub A dagegen Aktivsubwoofer. Die Topteile – egal ob passiv oder aktiv – gibt es mit Basstreibern in den Durchmessern 8, 10, 12 und 15 Zoll. Aus dieser Auswahl sollte sich für jeden Bedarf das passende Setup zusammenstellen lassen.

Abonnenten lesen mehr

Als tastenwelt-Abonnent können Sie sich in der Spalte rechts einloggen und diesen Beitrag in voller Länge online lesen. Als Benutzernamen geben Sie Ihre Abonummer, als Passwort Ihre PLZ ein. Beide Angaben finden Sie auf dem Adressaufkleber Ihrer tastenwelt-Ausgaben.

Noch kein kein tastenwelt-Abonnent? Abo jetzt bestellen!