Kompakte Aktivbox im Test: IMG Stageline Drive-10DSP

Aktivboxen aus Holz findet man in der Drive-DSP-Serie von IMG Stageline. Die vier Modelle sehen nicht nur gefällig aus, sie lassen sich dank Multifunktionsdesign auch vielseitig einsetzen. Die Drive-10DSP verteidigt im Test die Familienehre und hat sich Anerkennung verdient.

Dreimal auf das Holzgehäuse der Aktivbox Drive-10DSP von IMG Stageline zu klopfen, braucht man vor dem Auftritt nicht – jedenfalls nicht, um böse Geister daraus zu vertreiben. Die Drive-10DSP ist das zweitkleinste Modell der neuen Aktivboxen-Familie des Herstellers, die Geschwister hören auf die Bezeichnungen Drive-08DSP, Drive-12DSP und Drive-15DSP. Die Zahl in der Modellbezeichnung gibt – wie allgemein üblich – die Größe des eingesetzten Basstreibers an. Dazu kommt jeweils ein Hochtonkompressionstreiber mit 1 Zoll Durchmesser und ein Horn mit 90 mal 60 Grad Abstrahlwinkel. Alle Modelle verfügen über Class-D-Endstufen für die Bassverstärkung und Class-A/B-Endstufen für die Hochtöner; jeweils 380 Watt RMS-Gesamtleistung werden pro Modell angegeben. Die Drive-10DSP tritt stellvertretend an, die Qualitäten der Serie im Praxistest zu belegen.

Outfit

Dank fließender Rundungen erscheint die IMG Stageline Drive-10DSP wohlgeformt. Die Front ist durch ein wabenförmiges Lochgitter und dahinter geklebte Folie mit ausgestanztem Mini-Wabenmuster geschlossen. Form und Oberfläche wirken modern mit dezentem Charme. Links oben findet man einen an der Kante eingefrästen Griff, mit dem sich die 12 kg schwere Box (32 x 50,4 x 34,5 cm) gut tragen lässt.

Die Box steht entweder aufrecht auf vier Gummifüßen oder wird seitlich auf vier weiteren Füßchen platziert. Das Multifunktionsdesign des Gehäuses erlaubt nämlich auch einen Einsatz als Bühnenmonitor. Für die Publikumsbeschallung wird man meist einen Boxenhochständer einsetzen – den nötigen Flansch findet man an der Unterseite der Drive-10DSP. Ein 10-Zoll-Topteil wird man in der Regel für die Beschallung des Nahfelds einsetzen: Dabei kann der Einsatz des optional beim Hersteller erhältlichen Neigeadapters Past-65/SW sinnvoll sein, um die Box durch die Neigung besser auf das Publikum ausrichten zu können. Ins Gehäuse sind außerdem zahlreiche M8-Gewinde integriert, an denen man Montagehilfen für Installationen oder den geflogenen Betrieb befestigen kann.

Technik

Sichtbar wird die technische Ausstattung der Aktivbox an der Gehäuserückseite: Man findet einen Mic/Line-Eingang mit Kombibuchse und einen Link-Ausgang mit XLR-Buchse. Außer Gain-Regler und Pegelumschalter ist dem Eingang auch ein Ground-Lift-Schalter zugeordnet, mit dem man ggf. auftretendem Brummen aus Masseschleifen begegnen kann. Als weiteres Bedienelement findet man ein Preset-Drehrad, das in acht Positionen einrastet und mit dem sich die acht Presets des eingebauten DSP auswählen lassen. Im übrigen findet man eine Kaltgerätebuchse für den Stromanschluss, einen Ein-/Ausschalter und Kühlrippen der passiv gekühlten Leistungselektronik. Tipp: Investieren Sie gleich noch in das Stromkabel Monacor AAC-100IEC (knapp acht Euro), das durch Verriegelung einen Schutz vor versehentlichem Abziehen bietet.

Mit 300 Watt RMS-Leistung wird der 10-Zoll-Bass angetrieben, der 1-Zoll-Hochtöner mit 80 Watt RMS-Leistung. Den Frequenzverlauf gibt der Hersteller mit 55 bis 20.000 Hertz an, den Schalldruck bei Nennleistung mit 119 Dezibel. Der DSP verfügt über alle aktuellen Schutzschaltungen. Nach außen sichtbar ist lediglich eine LED, die im Normalbetrieb durch Leuchten den eingeschalteten Zustand signalisiert und bei maximal unverzerrten Signalspitzen rot aufleuchtet. Bei zu viel Rot heißt es, den Gain-Regler zurückzunehmen.

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