LD Systems U500-Serie im Test: Günstiges Funksystem

Professionell, flexibel einsetzbar und dabei günstig – LD Systems hat sich viel vorgenommen für sein Funksystem U500. Wir haben getestet, welche Versprechen eingelöst werden.

Optisch hat das Funksystem U500 von LD System bereits kurz nach Erscheinen für Aufsehen gesorgt: Die Modellserie wurde für den German Design Award 2017 nominiert. Nun müssen sich die Funkmikros, Taschensender und Empfänger in der Praxis bewähren. Welche Eigenschaften und Funktionen bringen sie dafür mit?

Mit der U500-Serie will LD Systems für jede Anforderung genau das passende Funksystem anbieten. Drei Modellreihen unterscheiden sich durch die zugehörige Modellnummer und funken in unterschiedlichen Frequenzbändern. Die U505-Funksysteme senden zwischen 584 und 608 MHz, die U506-Systeme zwischen 655 und 679 MHz. Jeweils maximal 12 Funksysteme können hier simultan betrieben werden, außerdem sind sie anmelde- und gebührenpflichtig. Für semiprofessionelle und Hobbymusiker interessanter sind die Funksysteme mit der Modellnummer U508. Sie arbeiten zwischen 823 und 832 MHz und zwischen 863 und 865 MHz. Maximal sechs Systeme arbeiten simultan, dafür muss man sie nicht anmelden und es fallen keine Gebühren an.

System

LD Systems bietet den U500-Empfänger als Einzel- oder Doppel-Empfänger an – im 9,5- bzw. 19-Zoll-Format. Passende Rack-Winkel zum Einbau des Einzel-Empfängers in ein 19-Zoll-Rack sind optional erhältlich. Auf der Senderseite gibt es drei unterschiedliche Varianten: ein Funkmikro als Handsender mit austauschbaren Mikrofonkapseln, ein Taschensender für Headsets, Instrumente oder Lavaliermikrofone und last not least eine Sendeeinheit für Schwanenhalsmikrofone auf Konferenztischen. Ein umfangreiches Zubehörprogramm mit einem Antennen-Splitter, einer direktionalen Antenne für höhere Reichweiten und vieles mehr, rundet die U500-Funksystemserie ab.

LD Systems bietet vielfältige Sets an, bei denen Hand- oder Taschensender bereits mit verschiedenen Mikrofonkapseln, Headsets oder Kabeladaptern kombiniert sind. Alle Komponenten sind aber auch separat erhältlich. So kann man sein Funksystem flexibel gestalten und, falls nötig, auch für Ersatz sorgen, wenn mal etwas verloren geht oder beschädigt wird. LD Systems hat mit der U500-Serie ein gut durchdachtes, modulares und sehr flexibles Funksystem geschaffen, das sich praktisch an alle erdenklichen Anforderungen anpassen lässt.

 

Empfänger

Im Test steht der Doppelempfänger U508 R2 auf dem Prüfstand, der sich von seinen Kollegen in der Serie lediglich durch die Funkfrequenz unterscheidet oder durch die Tatsache, dass eben zwei Empfangseinheiten bereitstehen. Für das Test-Setup werden die beiden Antennen ohne mitgelieferte Verlängerung an der Rückseite des Empfängers montiert. Einzel- und Doppel-Empfänger arbeiten mit True Diversity, wobei jeweils das stärkere Antennensignal weitergeleitet wird. Die beiden Empfangseinheiten teilen sich also die beiden Antennen. Tipp: für optimale Empfangsqualität beim Rack-Einbau die Antennen nach vorne oder außerhalb des Racks verlegen und einigen Abstand voneinander halten.

An der Frontseite des Doppel-Empfängers findet sich ganz links der Ein- /Ausschalter, der beide Einheiten gemeinsam schaltet und ins Hauptmenü zurückbringt. Die beiden identischen, dreizeiligen OLED-Displays sind sehr gut lesbar. In der Hauptansicht steht links oben der einstellbare Namen des Nutzers und rechts oben der Batteriestatus des zugehörigen Senders. In der mittleren Zeile findet man links neben den Buchstaben „RF“ die jeweils aktive Antenne (A oder B) mit der Qualität/Stärke des Funksignals und rechts die Lautstärke des Audiosignals, die ganz rechts durch die Buchstaben „PK“ für „Peak“ begrenzt wird. In der untersten Zeile steht links die Frequenzgruppe und der eingestellte Funkkanal. Rechts bekommt man Aufschluss über die exakte Funkfrequenz in MHz.

Neben dem Display befinden sich jeweils Drück-Dreh-Geber für die Menüsteuerung und der Regler für die Lautstärke des Audiosignals. Dreht man an der Lautstärke, schaltet das Display automatisch auf eine Einstellskala, um nach drei Sekunden Inaktivität wieder zur Hauptanzeige zurückzukehren. In der Mitte der Frontplatte befindet sich die Infrarot-Schnittstelle zum Synchronisieren der Systemeinstellungen des Empfängers mit dem Sender (z.B. Sendefrequenz). Außerdem gibt’s einen Kopfhörer-Ausgang und einen dazugehörigen Lautstärkeregler.

Am Heck sitzen Netzteil- und BNC-Anschlüsse für die Antennen. Außerdem gibt’s drei Gruppen von XLR- und Klinkenausgängen. Für jede Empfangseinheit ist ein Einzelausgang vorhanden, daneben ein Mix-out für das Summensignal beider Empfangseinheiten. An den XLR-Buchsen liegt immer ein symmetrisches Signal, an den Klinkenbuchsen immer ein unsymmetrisches, das in Pegel und Impedanz für Line- und Instrumentenanschlüsse angepasst werden kann. Damit lässt sich der Gitarrenfunk problemlos in einen Gitarren-Amp leiten.