Test Mackie FreePlay: Mobile Verstärkung

Als kleiner, aktiver Stereolautsprecher mit Akkubetrieb ist der Mackie Freeplay ein Problemlöser für viele Gelegenheiten – egal, ob man fertige Musik abspielen, zur Gitarre singen, auf dem Keyboard spielen oder eine Ansprache halten möchte.

Mackie FreePlay
Das Ghettoblaster-Outfit strahlt pure Mobilität aus. Der optionale Kickstand erlaubt das schräge Aufstellen. (Foto: Mackie/Loud Technologies)

Beim ersten Blick auf den FreePlay von Mackie drängt sich der Vergleich mit einem Ghettoblaster auf. Dies ist sicherlich vom Hersteller nicht unbeabsichtigt, da der kleine Schwarze damit pure Mobilität ausstrahlt – und die steht tatsächlich ganz oben auf seiner Feature-Liste. Schließlich kann er wahlweise mit einem optionalen Li-Ionen-Akku, acht Monozellen oder mit Netzteil (im Lieferumfang) betrieben werden. Der Akku soll bis zu 10 Stunden durchhalten.

Aufbau

Ansonsten hat der FreePlay nicht viel mit einem profanen Ghettoblaster gemein. Es handelt sich vielmehr um einen äußerst flexibel einsetzbaren, handlichen Stereolautsprecher mit Verstärker inklusive Mixer und Effektabteilung. Für die Flexibilität sorgen zunächst zwei monofone und ein stereofoner Eingang. An erstere lassen sich per Kombibuchsen wahlweise Mikrofone oder Instrumente anschließen. Eine Phantomspeisung zur Versorgung von Kondensator-Mikros oder Gitarren-Preamps ist allerdings nicht an Bord.

Über eine Miniklinkenbuchse kann man zusätzlich eine stereofone Line-Quelle anschließen. Dies kann nicht nur ein MP3-Player oder Computer, sondern auch ein Keyboard sein. Alternativ zum Kabel lässt sich dieser Eingang per Bluetooth füttern. Die Koppelung funktioniert einfach und problemlos. Man hält die BT-Taste an der Geräterückseite gedrückt und wählt am Bluetooth-Menü des Players „FreePlay“ aus. Letzteres muss man allerdings nach jedem Einschalten wiederholen. Eine automatische Koppelung beim Erkennen des Partners ist nicht vorgesehen. Das Bluetooth-Streaming war im Test absolut stabil, es gab keinerlei Aussetzer.

Außer den genannten Anschlüssen finden sich an der Rückseite des FreePlay eine Reihe von Tastern und ein Endlosrad, über die das Gerät bedient wird. Mit dem EQ-Taster wählt man einen von vier Preset-Einstellungen (Flat, DJ, Solo, Voice), mit dem FX-Taster einen von vier Effekten (Hall 1 und 2, Delay 1 und 2). Beide bearbeiten das Summensignal. Die EQ- und FX-Presets sind nicht editierbar.

Ein Feedback Destroyer spürt mehrbandig rückkoppelnde Frequenzen auf und senkt sie ab. Der Destroyer arbeitet mit relativ schmalen Notch-Filtern, die das Signal nicht allzu sehr beeinflussen. Zwei Taster gewähren Zugang zu den Kanälen 1 und 2, denen man auf diesem Weg eine Kanallautstärke und einen Effektpegel zuweisen kann. Per Main-Taster kehrt man zur Summe zurück. Hier stellt man die Gesamtlautstärke ein.

Die Eingaben erfolgen mit Hilfe des Endlosrads und der 15-stelligen Aussteuerungsanzeige, die einem beim Editieren Auskunft über den eingestellten Wert und im Betrieb über die momentane Aussteuerung gibt.

Wertung

+ Flexibles Konzept

+ Enorme Lautstärke

+ Equalizer und Effekte an Bord

+ Kleine Abmessungen und geringes Gewicht

+ Guter Sound

- Akku, Kickstand und Tasche optional

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