Test Montarbo Full 612: Klare Sache

Satelliten-PA-Systeme haben trotz des Säulen-Booms immer noch ihre Berechtigung. Erst recht, wenn sie so gut klingen wie die Montarbo Full 612. Dass die Satelliten-PA jeden Euro wert ist, zeigt unser Test.

Ein kleines Kraftpaket ist die Satelliten-PA Full 612 von Montarbo: 2000 Watt Systemleistung gibt der Hersteller für die Kombination aus aktivem 12-Zoll-Subwoofer und den beiden passiven Satelliten-Topteilen an. In letzteren versehen jeweils ein 6-Zoll-Midbass und ein 1-Zoll-Hochtonhorn ihren Dienst. Wir haben ausprobiert, wie sich das PA-System in der Praxis schlägt.

Outfit

Klassische Holzgehäuse mit Strukturlack und Frontgitter aus Metall prägen das Bild der Komponenten der Montarbo Full 612. Trotz klassischer Materialien fällt das Gewicht erfreulich aus: Etwa 7,4 Kilogramm bringt jedes Topteil auf die Waage, 24,5 Kilogramm der Subwoofer. Wichtigen Anteil daran haben die Neodym-Magneten der Treiber, die sich durch die aktuellen Rohstoffpreise natürlich auch im Preis von 3.427 Euro niederschlagen. Aber zu einem Markenhersteller wie Montarbo greift man ja nicht (nur) wegen des Preises, sondern weil man auf Qualität Wert legt.

Die Topteile mit der Bezeichnung Full 6 verfügen im oberen Bereich der Rückseite über einen ins Gehäuse gefrästen Griff, zudem findet man Gummifüße und Stativflansch an der Unterseite sowie abgeschrägte Kanten an der Rückseite. Dadurch lassen sich die Topteile auch mal als Bühnenmonitore einsetzen. Die Rückseite beherbergt eine Speakon-Buchse für die Signale des Aktivsubwoofers. Die vier Seitenflächen der Topteile entsprechen ungefähr der Fläche eines DIN-A4-Blattes, sind jedoch etwas höher. Hier darf man getrost von dezenter Optik sprechen.

Die Größe des Aktivsubwoofers Full 12 könnte man etwa mit einer Bierkiste vergleichen, geringfügig größer als das Referenzobjekt. Natürlich fällt das Gewicht nicht vergleichbar aus, leider aber auch nicht der Tragekomfort. Der Full 12 verfügt nämlich nur über einen in die linke Gehäuseseite gefrästen Griff. Für ergonomisches Heben und Tragen wäre ein zweiter Griff – und dann beide in einer anderen Orientierung – wünschenswert. Für den Transport empfiehlt sich trotz des für so einen Subwoofer geringen Gewichts die Anschaffung eines Rollbretts, denn als Musiker beutet man seinen Körper schon genug aus.

Der Subwoofer steht auf vier Gummifüßen, die Oberseite beherbergt einen Stativflansch für eine Distanzstange. An der Rückseite finden sich alle Anschlüsse und Bedienlemente. Signale kommen über zwei XLR-Anschlüsse an und können über ebensolche weitergereicht werden. Die Satelliten werden über zwei Speakon-Anschlüsse versorgt. Strom gibt’s über eine Powercon-Verbindung. Ebenfalls vorhanden: zwei RF45-Anschlüsse für CAT5-Netzwerkkabel. Über diese kann das System in ein Netzwerk eingebunden und der DSP programmiert werden.

Als Bedienelemente stehen ein Lautstärkeregler und Up-/Down-Taster bereit. Über diese werden die Presets des Systems ausgewählt; vier davon befinden sich fest im Speicher; Preset 0 ist ein User-Preset. Zur Information des Anwenders gibt es außerdem eine Signal- und eine Clip-LED. Die Thw-LED zeigt eine Temperaturwarnung an, die Prot-LED das Angreifen der internen Schutzschaltungen.

Abonnenten lesen mehr

Als tastenwelt-Abonnent können Sie sich in der Spalte rechts einloggen und diesen Beitrag in voller Länge online lesen. Als Benutzernamen geben Sie Ihre Abonummer, als Passwort Ihre PLZ ein. Beide Angaben finden Sie auf dem Adressaufkleber Ihrer tastenwelt-Ausgaben.

Noch kein kein tastenwelt-Abonnent? Abo jetzt bestellen!