Test Omnitronic LMC-2642FX: Durchdachtes Werkzeug

Steinigke präsentiert mit dem Omnitronic LMC-2642FX ein kompaktes Analogmischpult, das sich durch vier Subgruppen und andere Qualitäten für den Live-Einsatz ebenso wie fürs Projekt-Studio eignet.

Omnitronic LMC-2642FX
Das Omnitronic LMC-2642FX überzeugt live und im Homestudio, wo man kurze analoge Signalwege und eine saubere Übertragung schätzt. (Foto: Omnitronic)

Ein Analogmischpult im 19-Zoll-Rackformat steht mit dem Omnitronic LMC-2642FX auf dem Prüfstand. Bereits integriert hat es Effekte, ein einfaches USB-Audio-Interface (2 x in/2 x out) und acht Kompressoren in acht Mono-Kanalzügen. Mit vier Subgruppen und vier Ausspielwegen handelt es sich bei Mitzählen sämtlicher Inputs um ein 26-in-4-in-2-Mischpult, was ja auch gleich die Modellbezeichnung erklärt.

Die Subgruppen lassen sich individuell auf die linke oder rechte Summe schalten, und damit können bei Verwendung eines externen Audio-Interfaces vier Subgruppen simultan auf einer DAW aufgezeichnet werden. Da acht Mono-Kanäle auch über Direktausgänge verfügen, eignet sich das Pult für die Live-Aufnahme mehrerer Backing-Tracks im Projektstudio. Für Musiker sind solche Analogmischpulte sehr wertvoll, denn das Routing der vielen analogen Ausgänge von Pre-Amps, DI-Boxen, elektronischen Klangerzeugern und so weiter erfordert in der Praxis eine Organisationszentrale, deren Funktion auch von besseren und größeren Audio-Interfaces nicht so souverän erfüllt wird wie von einem richtigen Mischpult.

Zugleich liefert der Mixer eine Master-Sek­tion mit immerhin zwei identisch gepegelten Kopfhörerausgängen und einem vom Haupt-Ausgang unabhängigen Control-Room-Ausgang für den Anschluss der Abhöre. Abgesehen von den Live-Möglichkeiten ist das Omnitronic also auch im Studio ein guter Partner – wenn es denn gut klingt. Neben der Praxistauglichkeit ist dies ein wichtiger Punkt für den Test.

Outfit

Alles da, was man erwartet: Inserts, Hochpass-Filter, Direktausgänge, stimmbare Mitten, Solo, flexibles Routing der vier Subgruppen, Aufnahmemöglichkeit der Effekte, Kompressoren und Hochpässe. Mit dieser Ausstattung kann man autonom Live-Sound mixen. Im Vergleich mit digitalen Mischpulten muss man bei der Anwendung als Live-Mixer nur bedenken, dass es mit Ausnahme der Kanalzug-Klangregelungen keine Equalizer gibt. Diese muss man für Saalbeschallung und Monitore nach alter Schule extra betreiben.

Die Kanalzüge sehen so aus: Acht Mono-Kanalzüge verfügen über Mikrofon-Inputs (XLR) und symmetrische Line-Eingänge (Klinke). Die Phantomspannung für Kondensatormikrofone kann zentral zugeschaltet werden. Hi-Z-Eingänge für den Direktanschluss passiver Tonabnehmer gibt es nicht. Der Kompressor kommt mit einem Regler aus und funktioniert gut. Praktisch ist, dass der Ton unter dem Threshold lauter wird, wenn man den Regler aufdreht. Für Gesang, Sprache und Bass macht dieser simple Kompressor einen guten Job und reagiert schnell.

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