Test Peavey PV 14 AT: Auf Stimmenfang

Kompakte Analogmischpulte mit Kompressoren und Effekten kennt man schon. Peavey legt noch eine Schippe drauf: Im PV14 AT ist Auto-Tune von Antares eingebaut. Wie es klingt, was es bringt und wer es braucht, klären wir im Test.

Peavey PV 14 AT Aufmacher
Peavey kombiniert im PV 14 AT viele praktische Funktionen zu einem stimmigen analogen Kompaktmischpult. (Foto: Peavey und Shutterstock)

Wer hätte das gedacht: Auch im Segment der kompakten Analogmischpulte sind heute noch Innovationen möglich. Peavey hat aktuell neue Modelle seiner PV-Mischpultserie auf den Markt gebracht und einige davon ganz besonders ausgestattet. Wir haben stellvertretend das PV 14 AT unter die Lupe genommen: AT steht für Auto-Tune, den bekannten Vocal-Processing-Effekt von Antares. Dieser lässt sich für vier Mikrofonkanäle einzeln zuschalten und soll schiefen Gesang ins Reich der Geschichte verbannen. Wie gut das klappt, welche Funktionen sonst noch geboten werden und wie man mit dem PV 14 AT arbeiten kann, klärt unser Praxis-Test.

Schlichtes, rechteckiges Design zeichnet das Peavey PV 14 AT aus. Markant ist eine mit Kunststoff ausgekleidete Vertiefung zwischen Anschlussfeld oben und Reglern unten. Hier kann man bequem Tablet-PCs oder Smartphones abstellen und hat sie dann in angenehmer Schräge vor sich. Ansonsten folgt die Aufteilung und optische Gestaltung der Oberfläche bewährten Mustern.

Positiv: Alle für den Live-Betrieb notwendigen Anschlüsse sind oben frei zugänglich, die Kopfhörerbuchse vorne rechts in unmittelbarer Nähe des Kofhörer-Volume-Reglers. An der Rückseite findet man lediglich eine USB-Buchse, denn das Mischpult hat ein integriertes USB-Audio-Interface, außerdem den Power-Knopf und die Netzteilbuchse. Letztere hat leider weder Verriegelung noch Zugentlastung. Achten Sie vor allem im Live-Einsatz darauf, dass niemand am Kabel hängen bleiben kann und der Mixer plötzlich ohne Saft dasteht.

Eingänge

Fünf unterschiedliche Arten von Eingangskanälen werden dem Anwender geboten: Gesangsmikrofone finden die ideale Ausstattung in den Kanälen 1 bis 4. Hier lässt sich der erwähnte Auto-Tune-Effekt zuschalten, außerdem gibt es Ein-Knopf-Kompressoren. Die Kanäle 5 bis 8 sind wie 1 bis 4 für Mikrofon- und Line-Signale ausgelegt, jedoch ohne Auto-Tune und ohne Kompressor. Kombibuchsen machen die Signalzuführung einfach und bequem. Kanal 8 lässt sich in der Eingangsempfindlichkeit zudem auf schwache Gitarrensignale umschalten. Dabei wird ein eigens optimierter Preamp aktiviert.

Die verbleibenden Kanaltypen sind stereofon ausgelegt: Kanal 9/10 verarbeitet Line-Signale, die über Klinken- oder Cinch-Anschlüsse zugeführt werden, Kanal 11/12 digitale Zuspieler. Entweder kommt hier der integrierte USB-Player zum Einsatz oder man streamt Musik über Bluetooth direkt ins Mischpult oder spielt den Rückkanal des USB-Audio-Interfaces aus. Kanal 13/14 bietet noch zwei Klinkeneingänge, aber nur einen Drehknopf zur Lautstärkeregelung und keinerlei Kanalausstattung. Wird der Aux-Weg zu einem externen Effektprozessor geleitet, bietet sich dieser Kanal als Rückweg an.

Kanalaufbau: Die Mic/Line-Kanäle 1 bis 8 sind unterhalb der Eingangsbuchsen mit Direktausgängen ausgestattet. Hier liegt das Signal nach dem Vorverstärker und ggf. Kompressor, aber vor dem EQ an. Die Anschlüsse nutzt man in erster Linie für Multitrack-Recording. Der Auto-Tune-Knopf ist in den Kanälen 1 bis 4 zwar das erste Bedienelement von oben, im Signalweg wird der Effekt jedoch später eingerechnet. In Nähe zu den Gain-Reglern findet sich bei allen Mic/Line-Kanälen ein Highpass-Filter-Schalter. Das Filter setzt bei 150 Hertz ein. Der Hersteller begründet die recht hohe Einsatzfrequenz damit, dass damit nicht nur Rumpeln ausgefiltert, sondern auch das Dröhnen des Nahbesprechungseffekts vieler Mikrofone abgemildert werden könne. Das Filter mit einer Flankensteilheit von 12 dB pro Oktave arbeitet somit als Unterstützung des EQs im Tiefenband.

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