Test Roland FP-30: Digitalpiano-Wunsch erfüllen

Hohe Qualität zum kleinen Preis will Roland mit dem FP-30 bieten. Das portable Digitalpiano kombiniert die bekannte PHA-4-Standard-Tastatur, die SuperNatural-Piano-Tonerzeugung und weitere Features zu einem attraktiven Einsteigerinstrument.

Jetzt gibt es keine Ausreden mehr – zumindest wenn man der Roland-Ankündigung folgt. Der Wunsch nach einem eigenen Piano soll nun auch bei knappem Budget und wenig verfügbarem Raum Wirklichkeit werden. Als Lösung sieht der Hersteller sein portables Digitalpiano FP-30. Ob bei einer Preisempfehlung von 655 Euro nicht nur die Feature-Liste attraktiv wirkt, haben wir in einem Praxistest überprüft.

Outfit

Kompakte Maße und schnörkelloses Design – das erwartet man, und das bekommt man bei einem günstigen Einsteigerinstrument wie dem portablen Digitalpiano Roland FP-30. Das Kunststoffgehäuse ist wahlweise in Schwarz oder Weiß erhältlich, außerdem gibt es optional einen passenden Unterbau (KSC-70) und eine Pedalleiste (KPD-70) für jeweils 89 Euro. Ein einfaches Notenpult lässt sich anstecken. Zum Lieferumfang gehört außerdem ein sehr einfacher Fußtaster, der als Sustain-Pedal dienen soll. Hier schlägt der Preis voll durch, und man sollte zumindest in ein hochwertiges Pedal wie das Roland DP-10 investieren. Für 37 Euro wird man im Handel schon fündig. Sowohl mit der Pedal­leiste KPD-70 wie auch mit dem DP-10 sind auch Halbpedaleffekte möglich.

Als Tastatur kommt beim FP-30 die Roland PHA-4 Standard zum Einsatz. Sie verfügt über drei Tastensensoren und bedingt durch ihre Konstruktion die relative Höhe des FP-30-Gehäuses. Mit etwas über 14 Kilogramm bleibt das Instrument auch dank der Tastaturkonstruktion erfreulich leicht. Das Spiel­gefühl liegt über dem Durchschnitt der Preisklasse und bietet auch mehr als so manch vermeintliches Schnäppchen. Insofern kann man getrost seine ersten pianistischen Schritte darauf gehen, bis man spieltechnisch an den Punkt gelangt, wo noch schnelleres Repetieren gefragt ist.

Anschlussfeld des Roland FP-30
Das Anschlussfeld des Roland FP-30 fällt etwas spartanisch aus – alles Nötige aber ist vertreten. (Foto: Roland)

Anschlüsse und Bedienoberfläche fallen – wie erwartet – übersichtlich aus: Erfreulich bleiben die inzwischen bei Roland typischen zwei Kopfhörerbuchsen im Klinken- und Miniklinkenformat – beim FP-30 links vorne platziert. So muss man nicht immer nach dem Adapter suchen, sondern findet schnell Anschluss. Die Rückseite beherbergt daneben eine Multipin-Buchse für die Pedalleiste, einen Sustain-Pedalanschluss, Netzteilbuchse, USB-to-Device- und USB-to-Host-Anschluss. 13 beleuchtete Taster bilden die Bedienoberfläche; sie sind links auf der Oberseite platziert. Um alle Funktionen des Instruments nutzen zu können, bedient man sich außerdem einiger Tasten der Klaviatur in Kombination mit Funktionstastern.

Audio-Demos zum Roland FP-30

Tipp: Bluetooth-MIDI

Während für die Umblätterfunktion das FP-30 im Bluetooth-Menü des Mobilgeräts gekoppelt wird, stellt man die Bluetooth-MIDI-Verbindung in der jeweiligen Musik-App selbst her. Wichtig: Es darf dabei keine Verbindung zum FP-30 für die Blätter-Funktion bestehen, und am Instrument muss der passende Modus aktiviert sein (Bluetooth-Taste gedrückt halten und auf der Klaviatur erst A0, dann H0 drücken). Unter iOS taucht das FP-30 dann nicht im Bluetooth-Einstellungsmenü als Gerät auf. Unterstützt die Musik-App (z.B. Waldorf Nave) jedoch Bluetooth-MIDI-Verbindungen, kann das FP-30 im Einstellungsmenü der App gekoppelt werden. Es gibt jedoch noch zahlreiche Apps, die den Bluetooth-MIDI-Standard noch nicht unterstützen. Hier hilft die App „midimittr“ (https://goo.gl/tgJ3DG) weiter. Sie übersetzt die Bluetooth-LE-MIDI-Signale in Richtung CoreMIDI auf dem iOS-Gerät. Die App läuft im Hintergrund und stellt die MIDI-Signale allen Musik-Apps zur Verfügung. Es ist aber zu erwarten, dass immer mehr Apps von sich aus den Bluetooth-MIDI-Standard unterstützen werden.

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