Bühnenlicht im Test: Sagitter Slimbar 16 DL, Club Spot und Smart Wash DL

Dreimal Bühnenlicht von Sagitter steht auf dem Prüfstand: Slimbar 16 DL, Club Spot und Smart Wash DL. Die Idee dahinter: ein Basis-Setup für Anspruchsvolle, denn mit zwei Moving-Head-Typen bleibt man als Musiker jederzeit flexibel. Und die Anschaffungskosten halten sich in Grenzen.

Bühnenlicht kostet längst nicht mehr die Welt, deshalb können auch ambitionierte Semi-Profis inzwischen mit ausgewachsenen Licht-Shows aufwarten. Ein passendes Setup aus LED-Bars und zwei verschiedenen Moving-Head-Typen schickt Sagitter in den Test, um die Qualitäten des italienischen Herstellers unter Beweis zu stellen. Die Slimbar 16 DL übernimmt das statische Licht – meist im Bühnenhintergrund. Club Spot und Smart Wash DL setzen bewegte farbige Akzente, wobei der Smart Wash DL die Ausleuchtung von Flächen oder das „Färben der Luft“ bei Hazer-Einsatz übernimmt. Durch die Moving-Head-Technik bleibt man auch hier flexibel und kommt tendenziell mit weniger Geräten aus, als wenn für jede Fläche ein eigener Washer aufgestellt werden muss.

Slimbar

Die Slimbar 16 DL ist sehr robust aufgebaut und dadurch auch für härtere Einsätze geeignet. Trotzdem ist die Bar nicht übermäßig schwer oder wuchtig. Auch das Design der einen Meter langen Lichtleiste überzeugt: Es ist modern und dezent zugleich.

Die Gerätefront wird von 16 großen LED-Linsen dominiert. Angeschlossen und bedient wird über die Rückseite. Hier befinden sich dreipolige XLR-Stecker für das DMX-Signal sowie Powercon-Stecker für den Stromanschluss. Zum Aufhängen ist in der Mitte der Rückseite ein stabiler Bügel angebracht. Zwei zusätzliche Bügel mit Gummifüßen können links und rechts an der Bar angeschraubt werden, damit das Gerät auch auf dem Boden sicher steht.

Bei der Bedienung bleiben keine Wünsche offen. Ganz ohne externe Steuerung können nicht nur alle Farbmischungen und verschiedenste vorprogrammierte Farben abgerufen werden. Es stehen auch 12 Programme zur Verfügung, die in ihrer Lauf­geschwindigkeit eingestellt werden können. Zudem stehen drei musikgesteuerte Programme mit einstellbarer Empfindlichkeit zur Verfügung.

Wer die Bar per DMX steuern will, hat ebenfalls verschiedene Möglichkeiten: Im Einkanal-Modus kann man unterschiedliche Farbstimmungen abrufen. Im Sechskanal-Betrieb lässt sich jede Farbe stufenlos einstellen, und bei der Verwendung von zehn Kanälen kommen noch Gesamtdimmung, Stroboskopmodus sowie die Möglichkeit dazu, die automatischen und musikgesteuerten Programme abrufen zu können. Es müssen aber nicht alle LEDs immer dasselbe tun. Im 12-Kanal-Modus wird die Lichtleiste steuerungstechnisch in zwei Teile aufgeteilt, die sich getrennt kontrollieren lassen. Im 28-Kanal-Modus ist eine Vierteilung möglich und im höchsten Modus kann das Gerät dann sogar in acht verschiedene Bereiche aufgeteilt werden, die sich dann natürlich ebenfalls sämtlich unabhängig voneinander ansteuern lassen.

Entscheidend aber ist das erzeugte Licht: Die Farbmischung basiert auf sechs Farben. Der Farbton Amber füllt die Lücke zwischen Rot und Grün, ist also bestens geeignet, um Gelb- und Orangetöne zu mischen. Weiße LEDs dagegen, die Weiß über einen Leuchtstoff erzeugen, erzeugen ein Vollspektrum, das sich zur Mischung weißer Farbtöne sehr gut eignet. Die Slimbar 16 DL verfügt außerdem über eine Ultra-Violett-Diode. So können Schwarzlichteffekte erzeugt werden. Auch für die Farbmischung ist die UV-LED sehr interessant, da sie dazu beitragen kann, ganz spezielle Farbstimmungen zu erzeugen.

Wertung

+ Tolle Farbmischung

+ Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

+ Schnelle Bewegungen (Moving Heads)

+ Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

+ Große Effektvielfalt (Club Spot)

+ Hohe Lichtleistung (Club Spot)

- Lüfter etwas zu laut (Smart Wash)

- Etwas scharfe Metallkanten (Club Spot)

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