PA-System Schertler TOM im Test: Begeistert vom Klang

Edles Design und feine Haptik versprechen auch akustischen Hochgenuss. Die Satelliten-PA Schertler TOM will das positive Image des Herstellers von Akustikverstärkern auf PA-Systeme übertragen – ein Ziel, das man offenbar mit Bravour erreicht hat.

Die Schertler-Group genießt Ansehen für ihre Verstärker – insbesondere für akustische Instrumente – und für PA-Systeme der Marke SR Technology. Nun gibt es auch die kompakten Satelliten-PA-Systeme TIM (600 Watt) und TOM (1000 Watt), die unter Schertler firmieren und optisch nahe an die Akustikverstärkerlinien des Herstellers angelehnt sind. Dem Praxistest stellt sich die leistungsstärkere Kompakt-PA TOM und zeigt, wie man durch hochwertige Technik trotz minimalistischer Ausstattung punkten kann.

Outfit

Angeliefert wird das Schertler-System TOM in zwei stabilen, mit Styroporformteilen gepolsterten Kartons, von denen einer den 24 kg schweren Subwoofer mit integriertem 1.000-Watt-Verstärker und der andere die beiden passiven Satellitenlautsprecher mit je 7 kg enthält. Am Boden des Subwoofer-Kartons findet man auch noch zwei sechs Meter lange Speakon-Lautsprecherkabel, das Kaltgeräte-Netzkabel sowie eine kurze Bedienungsanleitung. Die getestete Kompakt-PA TOM wird in edler Naturholzoptik oder mit anthrazitfarbenem Finish angeboten. Das Testsystem weist eine sauber verarbeitete, raue Lackbeschichtung auf und wirkt aufgrund der Abmessungen und der Formgebung optisch eher wie ein HiFi-Regalsystem.

Viele Hersteller wählen mehrlagiges Sperrholz für die Konstruktion von Lautsprechern, denn das Material ist schwingungsneutral und weist eine hohe Festigkeit auf. Auch Schertler fertigt seine Satelliten-PA TOM aus diesem Werkstoff und setzt 18 mm starkes Sperrholz für den Bassreflex-Subwoofer und 12 mm starkes Sperrholz für die Satelliten-Boxen ein. Ausreichend große und abgerundete Griffmulden an der Oberseite der Satelliten und den beiden Seitenwänden des Subwoofers ermöglichen bequemen Transport und unproblematisches Handling der Lautsprecherboxen. Die Satelliten sind an der Unterseite mit 36-mm-Flanschen ausgestattet, um sie auf (optionalen) Lautsprecherstativen zu montieren.

Technik

Bei der TOM-Variante in Holzoptik kann man den 12-Zoll-Lautsprecher des Subwoofers hinter einer Stoffbespannung erahnen; bei der klassisch schwarzen Bühnen-Version sitzt der Woofer hinter einem schwarzen Schutzgitter aus Metall. Seine Technik erahnen lässt der TOM Sub außerdem an der Rückseite: Hier sieht man eine Metallplatte, die gut zur Hälfte mit Kühllamellen bestückt ist und darunter die Anschlüsse bereithält. Man findet zwei symmetrische Eingänge (XLR) und zwei symmetrische Ausgänge (XLR), um das Signal an weitere Systeme durchzureichen. Die Satelliten werden über zwei Speakon-Buchsen angeschlossen. Außerdem findet man einen Ground-Lift-Schalter, der gegen Brummgeräusche helfen kann und einen Level-Regler, der die Subwoofer-Lautstärke steuert. Steuern lässt sich somit lediglich die Lautstärke im Frequenzspektrum 45–150 Hz. Man verfolgt hier also ein klassisches Konzept, das auf externe Mischpulte setzt. Ein Mini-Mischpult oder Regler zur Steuerung der Eingangsempfindlichkeit der XLR-Eingänge sucht man vergeblich.

Hinter der Anschlussplatte sitzt die Leistungselektronik mit 500 Watt Verstärkerleistung für den Subbwofer und zweimal 250 Watt für die Satelliten-Boxen. Vorteil: Die Satelliten-Lautsprecher benötigen keine eigene Stromversorgung und kommen mit nur jeweils einem Lautsprecherkabel.

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