Powermixer Yamaha EMX7 mit PA-Lautsprecher CBR12 im Test

Mit dem EMX7 stellt Yamaha unter Beweis, dass die Gattung Powermixer noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Ideale Spielgefährten sind die Passivboxen CBR12 vom gleichen Hersteller. Wir haben das Setup auf den Prüfstand gestellt.

Angesichts des großen Angebots an aktiven Boxen und PA-Systemen erscheint die Produktion eines Powermixers anachronistisch. Dennoch setzen viele Musiker, vor allem aus dem Segment Unterhaltungsmusik, auf diesen Geräteklassiker, der Mischpult und Endstufe in kompakter Bauweise vereint. Yamaha hat sich für seine neuen Powermixer EMX5 und EMX7 zudem weitere Details einfallen lassen, die dem Musiker das Leben leichter machen sollen. EMX5 und EMX7 sind mit der gleichen Zahl an Eingangskanälen ausgestattet; der von uns getestete EMX7 bietet jedoch mehr Leistung und einige zusätzliche Funk­tionen. Und weil ein Powermixer alleine noch keinen Sound macht, haben wir ihm zwei Passivboxen vom Typ CBR12 zur Seite gestellt, die ebenfalls von Yamaha stammen. Glänzt das Dreigespann durch familiäre Harmonie?

Outfit

Der Powermixer ist in einem sehr kompakten Gehäuse untergebracht, das dank der angewinkelten Standfläche einen optimalen Zugang zum Bedienfeld bietet. Trotz des geringen Gewichts hält das Gehäuse dank kratzfester Beschichtung und stabiler Verarbeitung auch den Belastungen mobiler Musiker stand. Zwei seitliche Tragegriffe sind in das Gehäuse integriert und vereinfachen den Transport. Wer das Gerät häufig bewegt, kann es auch mit Hilfe des optional erhältlichen Montage-Kits in ein handelsübliches 19-Zoll-Rack einbauen.

Eine gelungene und flexible Ausstattung an Ein- und Ausgängen darf man dem EMX7 attestieren. Die ersten vier Kanäle sind mit Kombibuchsen (XLR/Klinke) ausgestattet, an die sich Mikrofone oder Line-Signale anschließen lassen und für die jeweils auch noch ein Trittschallfillter bei 80 Hz zugeschaltet werden kann. Kanal 4 ist zusätzlich auch für den direkten Anschluss von Gitarre oder Bass ausgelegt, kann also auch Signale hochohmiger Quellen verarbeiten. Weitere vier Kanalzüge stehen wahlweise für Mikrofone oder Stereo-Line-Signale zur Verfügung, wobei maximal zwei Stereo-Klinkenpaare sowie zwei Stereo-Cinch-Paare angeschlossen werden können. Am Kanalzug 11/12 findet sich auch noch ein Stereo-Miniklinken-Anschluss für Smartphones, MP3-Player und ähnliches. Im Notfall lassen sich die Mikrofon- und Line-Eingänge der letzten vier Kanal­züge auch gemeinsam betreiben, dabei ist es aber natürlich nicht möglich, die Signale separat am Mixer zu regeln. Die Equalizer-Sektion bietet drei feste Bänder mit 10 kHz, 2,5 kHz und 100 Hz pro Kanal. Fortgeschrittene Musiker mit gewissen Ansprüchen und Profis werden hier vielleicht stimmbare Mitten vermissen.

Erstaunlicherweise gibt es keine Panoramaregler für die einzelnen Kanäle, doch man vermisst diese kaum. Der Gesang gehört ohnehin in die Mitte – und Stereoeffekte von Keyboards werden über die Stereo-Kanäle wie gewohnt übertragen. Für Entertainer, DJs oder in kleinen Clubs ist dies also kein Manko. In größeren Konzertsituationen, bei denen räumliche Staffelung gewünscht ist, wird man konzeptionell eher zu anderen Mischpulten greifen. Lediglich im Probenraum, wo das EMX7 auch eine sehr gute Figur macht, wäre es manchmal hilfreich, mit einem Panoramaregler die Rechts-links-Balance regeln zu können, um die Klangwiedergabe der Hörposition anzupassen.

Gain-Regler im herkömmlichen Sinn gibt es am EMX7 nicht. Allerdings lässt sich der Eingangspegel für die ersten vier Kanäle von Line- auf Mikrofonlevel umschalten bzw. der vierte Kanal zusätzlich mittels Hi-Z-Taster an Gitarren oder Bässe anpassen. Auch 48V-Phantomspeisung kann zugeschaltet werden, diese liegt dann gleichzeitig auf allen Mikrofoneingängen an. Bei Clipping signalisiert eine Leuchtdiode Übersteuerung. Eingestellt wird die Kanallautstärke im übrigen über Drehpotis, nicht über Fader wie bei größeren Pult-Mixern. Pro Kanal stehen zwei Aux-sends, bzw. ein Aux-send und ein interner Effekt-send zur Verfügung.

Lautsprecher finden Anschluss per Klinke oder Speakon-Buchsen. Das Mastersignal kann zusätzlich über zwei Klinkenbuchsen ausgespielt werden. Ein Mono-Signal erhält man dabei, wenn nur der linke Kanal verbunden wird. Alternativ steht auch ein Record-out im Cinch-Format zur Verfügung. Außerdem bietet das EMX7 zwei Betriebsmodi, um mit oder ohne zusätzlichen Subwoofer arbeiten zu können. Im einen Fall führt dann der Aux-send 1 die Monosumme für den aktiven Subwoofer.

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