Test Zoom Q4n: Video für die Ohren

Bereits mit der ersten Version seiner Handy-Cam Q4 erntete Zoom viel Lob. Man hatte viele praxisgerechte Funktionen in einen kompakten Recorder gepackt, der aufgrund der erstaunlichen Audioeigenschaften vor allem für Musiker interessant ist. Nun legt der Hersteller mit der zweiten Generation nach. Wir erklären, was neu ist.

Zoom Q4n
Die Stärken des Zoom Q4n liegen in der guten Soundqualität, der kinderleichten und durchdachten Bedienung und dem handlichen Format. (Fotos: Zoom & Shutterstock)

Der Zoom Q4n kommt mit einem Kunststoffgehäuse, das dem Vorgänger recht ähnlich sieht. Wie dieser ist auch der Q4n auf einfache Bedienung und handliche Abmessungen getrimmt. Der kleine Video-/Audio-Recorder liegt bequem in der Faust, und man hat alle Bedien­elemente in Fingerreichweite. Nun gut, es sind ja auch nur drei vorhanden, der Ein-/Aus-Taster, der Aufnahme-Taster und der Drehregler für den Aufnahmepegel. Letzterer war beim Q4 noch als Wippe zur digitalen Pegelregelung ausgeführt. Mit dem Drehregler kommt man jedoch eindeutig besser zurecht, und man hat immer die aktuelle Einstellung im Blick.

Alle anderen Funktionen hat man beim neuen n-Modell ins Softwaremenü verbannt, das über den kleinen 2-Zoll-Touchscreen bedient wird. Anders als beim Vorgänger ist dieser nicht mehr abnehmbar. Er wird vielmehr – wie bei anderen Camcordern auch – seitlich ausgeklappt. Außerdem lässt er sich nach unten, oben und vorn drehen, sodass man das Bild während der Aufnahme aus allen Perspektiven beobachten kann. Mit Strom versorgt wird der Q4n von einem Li-Ionen-Akku, der seitlich eingesetzt wird und über die rückwärtige USB-Buchse geladen werden kann. Er soll bis zu drei Stunden Dauerbetrieb verkraften.

Bild

Entscheidend sind aber die inneren Werte des Q4n: Der Sensor besitzt eine maximale Auflösung von 2304 x 1296 Pixeln, neudeutsch als 2,3k-Videoformat bezeichnet. Er kann aber auch auf HD1080, HD720 und WVGA beschränkt werden. Bei allen Auflösungen sind 25 Bilder pro Sekunde (fps = frames per second) drin, lediglich die WVGA-Auflösung arbeitet alternativ mit 50 fps. Der Vorgänger konnte auch HD720 mit einer Bildrate von 50 Hz verarbeiten. Doch Achtung, die Auflösungen von 25 und 50 fps lassen sich nur wählen, wenn man zuvor die HDMI-out-Einstellung im Settings-Menü von der amerikanischen Farb-Norm NTSC auf das deutsche PAL-System umgestellt hat. Ab Werk ist das Gerät wie schon der Q4 auf NTSC eingestellt, was letztlich dazu führt, dass einige Anwender am Ende nur die amerikanischen Bildraten von 30 und 60 fps „gefunden“ haben.

Die 16,6-mm-Linse deckt einen Weitwinkelbereich von 160 Grad ab. Mit einer Lichtstärke von f2.0 hat man gegenüber dem Vorgängermodell nachgebessert. Die Daten bedeuten, dass man zum einen auch große Bühnen komplett aufzeichnen kann, und dass man zum anderen an kleinere Bühnen nahe herangehen kann. Natürlich werden nahe Objekte tonnenförmig verzerrt, wie man dies auch von anderen Weitwinkelobjektiven her kennt.

Der Q4n arbeitet mit einem fixen Fokus; Objekte lassen sich damit von 36 cm bis unendlich scharf abbilden. Eine Entfernungseinstellung ist somit weder manuell noch automatisch notwendig oder vorgesehen. Die Bildqualität der Handy-Cam ist bei Tageslicht recht gut, bei schwachem Licht stellt sich Rauschen ein. Das ist in dieser Preisklasse aber auch nicht anders zu erwarten. Subjektiv hat sich das Rauschen gegenüber dem Vorgängermodell allerdings spürbar verbessert. Videos werden wahlweise in den Formaten MPEG-4 AVC oder MOV H.264 aufgezeichnet.

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