Workshop Studiologic SL Editor in der Praxis

In diesem Workshop erklären wir Ihnen, wie Sie mit dem Studiologic SL Editor arbeiten. Mit diesem Programm lassen sich die Master-Keyboards SL 88 Grand und SL 88 Studio bequem programmieren, aktualisieren und individualisieren. Mit unseren Tipps kommen Sie schnell ans gewünschte Ziel.

 

Studiologic SL Editor in der Praxis
Der SL Editor ist keine Pflicht, um die SL-88-Masterkeyboards von Studiologic erfolgreich einzusetzen. Allerdings ist der Software-Editor so übersichtlich und leicht verständlich gebaut, dass man dieses kostenlose Add-on gerne mitnimmt, um noch bequemer ans Ziel zu kommen.

Als exquisites Masterkeyboard, das durch seine Haptik und seinen Funktionsumfang punktet, hat sich das Studiologic SL 88 Grand im tastenwelt-Test der Ausgabe 1/16 entpuppt. Das neue SL 88 Studio unterscheidet sich lediglich durch seine Klaviatur, eine Fatar TP/100LR anstelle der TP/40 Wood mit synthetischer Elfenbeinbeschichtung. Beide lassen sich umfangreich am Instrument selbst programmieren, noch bequemer geht es jedoch mit der kostenlosen Software „SL Editor“. Während des Tests stand die Software nur in einer Beta-Version zur Verfügung. Inzwischen ist die Editor-Version 1.2 aktuell, und wir nutzen die Gelegenheit, die Arbeit mit dem Programm vorzustellen.

Aufbau der Software

Der SL Editor steht unter www.studiolodic-music.com in einer Version für Windows- und einer Version für Apple-Mac-Computer zum Download zur Verfügung. Die hier gezeigten Screenshots stammen von der Windows-Version, die Arbeit mit der Mac-Ver­sion gestaltet sich aber genauso. Startet man den SL Editor, öffnet sich ein Fenster, das die vier möglichen Tastaturzonen farblich abgesetzt darstellt – ganz so wie das Display des Masterkeyboards. Natürlich sind am Computer mehr Informationen vorhanden. Darunter sieht man eine Klaviatur mit Farbbalken, die den Tastaturumfang jeder Zone darstellen. Ganz oben gibt es Menü-Reiter für die Sektionen „Program“, „Organize“, „SL Touch“ und „Global/MIDI“.

SL Editor Abb. 1
Abb. 1: Über Global/MIDI stellt man die Verbindung zwischen SL Editor und Keyboard her, aktualisiert die Firmware und stellt die globale Transposition ein.

Bei der Vorbereitung für diesen Workshop war „Global/MIDI“ (Abbildung 1) der erste wichtige Menüpunkt: Unter „Connection Setup“ konnte „MIDI­IN2 (SL Grand)“ und „MIDIOUT2 (SL Grand)“ ausgewählt bleiben, denn das SL 88 Grand war per USB mit dem Computer verbunden. Das Masterkeyboard hatte allerdings noch eine alte Firmware, die über den SL Editor aktualisiert werden konnte. Die jeweils aktuelle Firmware kann man ebenfalls von der Homepage des Herstellers herunterladen und auf der Festplatte des Computers entpacken. Im SL Editor wählt man nun die Firmware-Datei aus und überträgt sie ans Masterkeyboard. Wichtig: Unter „Connection Setup“ darf der „Connect“-Button nicht aktiviert sein. Nach dem Neustart des Keyboards kann es dann losgehen. Damit alle Änderungen gleich ans Keyboard übertragen werden, wird die Verbindung über den „Connect“-Button hergestellt.

SL Editor Abb. 2
Abb. 2: Die vier möglichen Tastaturzonen sind farblich voneinander abgesetzt.

Presets erstellen und verwalten

Über den „Program“-Button gelangt man in den wahrscheinlich wichtigsten Bereich der Editor-Software. Hier werden die Presets (= „Programs“) programmiert. Klickt man mit der Maus auf das Feld mit der Beschriftung P + dreistellige Zahl, kann man eine Speicheradresse auswählen, die bearbeitet werden soll. 250 Programs sind möglich, die ersten zehn sind ab Werk belegt. In Abbildung 2 ist „P008 Strings Orches“ ausgewählt. Durch Doppelklicken auf den Namen kann dieser bearbeitet werden, 14 Zeichen Länge sind möglich. Der „Store“-Button daneben dient dazu, die aktuellen Einstellungen ans verbundene Masterkeyboard zu übertragen. Über MIDI-Merge können MIDI-Quellen zusammengeführt und deren Signale gefiltert werden.

Im Hauptfeld des Editor-Fensters zu sehen sind die vier Zonen, die einzeln durch Klicken auf die Zonenziffer aktiviert oder deaktiviert werden können. In einer Übersicht werden für jede Zone alle eingestellten MIDI-Parameter angezeigt. Möchte man nun eine Zone bearbeiten, klickt man doppelt mit der Maus auf deren Farbfläche.

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